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Stadt Hannover Stadt will systematisch nach Blindgängern suchen
Aus der Region Stadt Hannover Stadt will systematisch nach Blindgängern suchen
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19:33 24.02.2017
Von Tobias Morchner
Quelle: dpa/Symbolbild
Hannover

Die Stadt Hannover will künftig wieder systematisch nach Blindgängern im Boden suchen lassen. Das erklärten Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) und Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange am Rande der Pressekonferenz zur möglichen Bombenräumung am 26. März nahe dem Siloah-Krankenhaus. Damit vollzieht die Verwaltung eine politische Kehrtwende. Denn die systematische Suche nach Blindgängern war 2012 vom damaligen Innenminister Uwe Schünemann (CDU) aus Kostengründen eingestellt worden. Seitdem steht es Kommunen frei, flächendeckend nach Blindgängern suchen zu lassen und diese Suche auch zu bezahlen. Die Stadt hat dafür nun knapp sieben Millionen Euro veranschlagt.

Ein digitales Dossier zu Bombenräumungen lesen Sie hier.

In Hannover wird derzeit fast ausschließlich anlassbezogen gesucht: Nur wenn an einer Stelle ein Neu- oder Umbau geplant ist, wird das Gelände geprüft. Das hat zur Folge, dass viele Blindgänger nur zufällig, bei Bauarbeiten auf alten Grundstücken beispielsweise, entdeckt werden und dann unverzüglich unschädlich gemacht werden müssen. Mehrere Hundert Blindgänger werden noch im Stadtgebiet unter der Erde vermutet. Insgesamt wurden im Zweiten Weltkrieg bei etwa 130 Luftangriffen mehr als 23 000 Tonnen Bomben abgeworfen, nicht alle explodierten.

Die Stadtverwaltung hat sich nun entschlossen, die gezielte Suche nach Blindgängern wieder aufzunehmen und es nicht nur dem Zufall zu überlassen, ob bei Bauarbeiten Bomben entdeckt werden. Aufgrund des „unkalkulierbaren Risikos für die Bevölkerung“ sei es unerlässlich, die präventive Suche fortzuführen, heißt es in einer kürzlich im Internet veröffentlichten Verwaltungsvorlage. Ziel sei es, die Belastung für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Jährlich bis zu vier geplante Entschärfungen sind geplant, nicht eingerechnet die spontanen Funde von Blindgängern in Baugruben. „Das ist sinnvoll und dient der Sicherheit der Bevölkerung“, sagt Personaldezernent Harald Härke, zuständig für Belange der Feuerwehr. Mögliche Evakuierungen könnten mit größerem zeitlichen Vorlauf organisiert werden.

Im städtischen Haushalt sollen Rücklagen von insgesamt 6,7 Millionen Euro gebildet werden. Auf welchen Zeitraum sich das Budget erstreckt, bleibt unklar. Die Ratsgremien müssen dem Plan noch zustimmen. In der Ratspolitik ist die neue Strategie der Stadt bisher unbekannt geblieben. „Wir haben noch keine Kenntnisse von solchen Plänen“, sagt SPD-Ratsherr Bruno Gill, Experte für Personal- und Feuerwehrangelegenheiten. Auch FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke ist bisher davon ausgegangen, dass sich die Stadt aus Kostengründen bei der Suche nach Blindgängern zurückhält.

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