Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Sprühregen

Navigation:
Stadt will mehr preiswerte Wohnungen fördern

Mieten Stadt will mehr preiswerte Wohnungen fördern

Stadtbaurat Uwe Bodemann kündigt an, mehr Geld für geförderten Wohnungsbau in die Etatplanungen einbringen zu wollen, damit sich noch mehr Mittelschichtfamilien Neubauwohnungen leisten können. 

Voriger Artikel
Abwasserrohre auf der A 37 werden gefilmt
Nächster Artikel
Wie sind Ihre Erfahrungen mit Obike?

Von der Stadt gefördert: Die Wohnbebauung auf dem Klagesmarkt.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Überall in Hannover wird gebaut, Tausende Wohnungen entstehen derzeit neu. Auch das Programm zur Förderung preiswerter Wohnungen werde gut nachgefragt, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann. So gut, dass es bald Zeit für einen Nachschlag sei. „Ich denke, dass wir über eine Erweiterung des Förderprogramms reden können in den nächsten Haushaltsberatungen. 

Die Mieten im Neubau haben stark angezogen, sie liegen fast überall in Hannover und Umland bei mehr als 10 Euro pro Quadratmeter. Das bedeutet für eine klassische Familienwohnung mit 90 Quadratmetern Wohnfläche mindestens 900 Euro Kaltmiete zuzüglich Nebenkosten. Mittelschichtfamilien mit Normaleinkommen können sich das kaum leisten. Das Wohnbauförderprogramm der Stadt, begleitet von einem Landesprogramm, unterstützt Bauunternehmen dabei, preiswerte Wohnungen zu schaffen. In vielen Neubaugebieten müssen sie sich sogar verpflichten, dass jede vierte Wohnung mit reduzierter Miete angeboten wird, gestaffelt zwischen 5,60 und 7 Euro pro Quadratmeter. So will die Stadt gewährleisten, dass auch in Neubauvierteln die Bewohnermischung funktioniert.

Es handele sich um ein „echtes Erfolgsmodell“, sagte Bodemann jüngst vor Ratspolitikern im Bauausschuss. Für 1060 neue Wohnungen seien zwischen 2013 und 2017 Förderungen bewilligt worden, davon der Löwenteil (628) mit der billigsten Miete von 5,60 Euro. Für Wohnungen mit höheren Kaltmieten erhalten die Investoren weniger Zuschüsse. 336 Wohnungen mit einer Kaltmiete von 6,50 Euro wurden bezuschusst, 96 Wohnungen mit der Kaltmiete von 7 Euro. 8,69 Millionen Euro sind als Baukostenzuschüsse abgerufen worden, weitere fast 10 Millionen Euro reserviert. „Wir hatten das in etwa so erwartet und freuen uns, dass das geklappt hat“, sagt Bodemann. Es gehe speziell auch darum, dass sich Mittelschichtfamilien mit normalem Einkommen Neubauwohnungen leisten könnten. „Es gibt Familien, denen es schwerfällt, am Wohnungsmarkt bezahlbaren Wohnraum zu finden.“ 

Allerdings ist schon jetzt mehr als die Hälfte des Förderetats ausgeschöpft – und ein Teil des verbliebenen Geldes ist bereits mit städtebaulichen Verträgen für Neubaugebiete, etwa auf dem Gelände des ehemaligen am Oststadtkrankenhauses an der Podbielskistraße, verplant. Daher müsse über eine Fortschreibung des Programms nachgedacht werden, sagte Bodemann. Aus der Ratspolitik gab es keinen Widerspruch. 

Auch insgesamt geht es mit dem Wohnungsbau in Hannover gut voran. Die Stadt hatte 2013 eine Wohnbauflächeninitiative gestartet, mit der jährlich Baurecht für 1000 neue Wohnungen im Stadtgebiet geschaffen werden sollen. Das Programm umfasst vor allem großflächige Gebiete wie die Wasserstadt oder das Baugebiet am Lister Kanal oder Hilligenwöhren in Bothfeld, aber auch Nachverdichtungen etwa in der Südstadt. Die von Bodemann vorgelegte Bilanz zeigt, dass in den fünf Jahren bis Ende 2017 insgesamt Baurechte für 5080 Neubauwohnungen genehmigt wurden – mit Gebäudeumbauten sind es sogar mehr als 7000. Weil 2018 auch für das Erweiterungsgebiet Kronsberg-Süd mit allein etwa 3500 Wohnungen die Planung abgeschlossen wird, plant die Stadt allein für das bevorstehende Jahr mit 5076 zusätzlichen Wohnungsbaurechten. Damit könnte sich die Summe der neu geschaffenen Baurechte in sechs Jahren auf mehr als 12 00 Einheiten belaufen. „Das ist eine ganze Menge“, sagt Bodemann. 

Bezugsfertig sind allerdings viele der Wohnungen noch lange nicht. Wenn die Baurechte geschaffen sind, vergehen in der Regel mindestens anderthalb Jahre, oft auch mehr, bis Mieter in die Wohnungen einziehen können. 

Baufirmen haben 1060-mal Zuschüsse abgefragt

Insgesamt haben Bauunternehmen seit 2013 Zuschüsse für 1060 geförderte Wohnungen bei der Stadt abgerufen. Davon soll der Löwenteil (628) für Wohnungen mit der billigsten Miete von 5,60 Euro verwendet werden. Für Wohnungen mit höheren Kaltmieten erhalten die Investoren weniger Zuschüsse. 336 Wohnungen mit einer Kaltmiete von 6,50 Euro wurden bezuschusst, 96 Wohnungen mit der Kaltmiete von 7 Euro. Insgesamt 8,69 Millionen Euro sind als Baukostenzuschüsse abgerufen worden, weitere fast 10 Millionen Euro reserviert. „Wir hatten das in etwa so erwartet und freuen uns, dass das geklappt hat“, sagt Bodemann.

Es gehe speziell auch darum, dass sich Familien mit normalem bis mittleren Einkommen Neubauwohnungen leisten könnten. „Es gibt Familien, denen es schwerfällt, am Wohnungsmarkt bezahlbaren Wohnraum zu finden“, sagt Bodemann.

Von Conrad von Meding

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr aus Stadt Hannover