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Stadt Hannover Stadt genehmigt Waldpädagogikzentrum nicht
Aus der Region Stadt Hannover Stadt genehmigt Waldpädagogikzentrum nicht
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06:00 07.12.2018
Die Landesforsten wollen Kindern und Jugendlichen den Wald und seine Geheimnisse näherbringen. Quelle: Landesforsten
Hannover

Die Stadtverwaltung hat den Bauantrag für das waldpädagogische Zentrum der Landesforsten am Misburger Wald abgelehnt. Es soll die erste derartige Einrichtung in der Region Hannover werden. Wie es nun weitergeht mit dem Projekt, für das 1,3 Millionen Euro investiert werden sollen, steht in den Sternen. „Wir halten die Begründung für nicht nachvollziehbar“, sagt Hans-Martin Roese, Leiter des zuständigen Forstamts Fuhrberg. Das Amt erwägt rechtliche Schritte, sollte es nicht zu einem Kompromiss kommen.

In anderen Landesteilen gibt es bereits waldpädagogische Zentren. Sie richten sich an Schüler von der Grundschule bis zur Oberstufe – jeweils mit altersgerechten Angeboten. Geboten werden Schulungen, Seminare, Unterrichtsstunden und Experimentiermöglichkeiten zu allen Themen, die ein Wald und seine Bewohner hergeben; immer verbunden mit ausgiebigen Exkursionen.

Eigentlich wollten die Landesforsten gar kein weiteres Zentrum bauen. „Die Situation in Hannover ist aber ideal, deshalb haben wir uns entschlossen“, sagt Roese. Das Grundstück direkt am Wald, auf dem früher ein Forstbetriebshof stand, gehöre den Landesforsten und sei mit Bus und Stadtbahn perfekt erreichbar. So könne man speziell Stadtkindern den Wald näherbringen. Geplant sind ein Gebäude in Holzständerbauweise mit zwei Seminarräumen, Werkstatt und Labor sowie ein Außengelände mit Teich und Bienenstöcken.

Dem ursprünglichen Terminplan gemäß sollte das Richtfest am Misburger Wald längst gefeiert sein. Das hat sich ohnehin verzögert, und nun ist auch der Ablehnungsbescheid für den Bauantrag eingetroffen. „Die verkehrstechnische Erschließung im Sinne des Baunebenrechts ist nicht genehmigungsfähig“, heißt es in dem Schreiben aus der Bauverwaltung. Es geht dabei um die Zufahrt zum Grundstück der Landesforsten und um die Wege im angrenzenden Gebiet, wo auch Wohnhäuser stehen. „Wir haben allen Betroffenen Wegerechte garantiert“, betont Roese. Deshalb halte man den eigenen Bauantrag für genehmigungsfähig.

Das Thema war überraschend in der Sitzung des Stadtbezirksrats Misburg-Anderten am Mittwochabend öffentlich geworden. In der Bürgerfragestunde hatte ein Anlieger berichtet, er sei von der Stadt über den abgelehnten Bauantrag schriftlich unterrichtet worden. „Zu diesen Zeitpunkt wussten wir noch gar nichts davon“, sagt Roese. In der Sitzung fragten die Politiker nach, aber Johannes Bernhardt von der Stadtbezirksplanung hielt sich bedeckt. „Um einen Bauantrag positiv zu bescheiden, ist es erforderlich, dass die Erschließung des Grundstücks, auf dem das Bauwerk errichtet werden soll, gesichert ist. Das ist hier nicht der Fall“, erklärte Rathaussprecherin Michaela Steigerwald am Donnerstag auf Anfrage der HAZ.

Von Bernd Haase

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