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Stadt Hannover Zahl der Krippenplätze bleibt zu gering
Aus der Region Stadt Hannover Zahl der Krippenplätze bleibt zu gering
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00:15 03.03.2017
Von Bärbel Hilbig
Die Zahl der Kleinkinder in Hannover steigt weiterhin. Quelle: Stratenschulte
Hannover

In Kindertagesstätten (Kitas) entstanden 349 neue Krippenplätze. Die Gesamtzahl lag zum Jahresende bei 5720 Betreuungsplätzen in Kitas und bei Tagesmüttern. „Das ist aber immer noch nicht auskömmlich. Wir werden den Ausbau der Betreuungsplätze fortsetzen, auch im Kindergarten“, kündigte Fachfrau Petra Klinschpahn-Beil gestern im Jugendhilfeausschuss an.

Im Kindergarten ist die Situation bisher entspannt

Die Verwaltung geht davon aus, dass die Anzahl der Ein- und Zweijährigen, für die ein Anspruch auf Betreuung besteht, weiter kontinuierlich steigen wird. Im Dezember könnte nach den Prognosen mit rund 10 720 Kindern der Altersgruppe ein neuer Höchststand erreicht werden. Für dieses Jahr sind deshalb 192 neue Krippenplätze in Planung. Im Kindergarten sieht die Situation noch entspannt aus, das könnte sich aber wieder ändern. Für 102 Prozent der Drei- bis Fünfjährigen gibt es aktuell Angebote. Der Überhang entsteht durch Kinder aus dem Umland.

Allerdings plant die Verwaltung dieses Jahr nur rund 60 neue Plätze. Sie rechnet aber bis Dezember mit rund 470 zusätzlichen Kindern in dem Alter. Prognostiziert sind insgesamt rund 14 320 Drei- bis Fünfjährige zum Jahresende. Erst im Jahr 2018 sollen weitere 235 Kindergartenplätze entstehen. Die Prognosen sind allerdings leicht unscharf: 2016 sank die Zahl der Drei- bis Fünfjährigen sogar leicht, weil Familien wegzogen.

Vertretung für Erzieher: Die Stadt übernimmt schrittweise die Kosten für Vertretungskräfte, wenn das pädagogische Personal in Kitas aufgrund von Krankheit, Urlaub oder Fortbildung ausfällt. Für das Jahr 2017 sind dafür 7,8 Millionen Euro eingeplant, für 2018 sogar 11,6 Millionen Euro.

„Eltern in Hannover können künftig beruhigt sein, dass die Vertretung gesichert ist und die Kita nicht ausfällt“, lobte Lars Pohl (CDU). Fachfrau Petra Klinschpahn-Beil schränkte ein: „Es wäre unredlich zu versprechen, dass es bei einer Grippeepidemie keine Notgruppen mehr geben wird.“ Das Geld geht an Träger der Freien Wohlfahrtspflege, kleine Kitas und Kinderläden. Die Kinderladen-Initiative hat bereits einen Vertretungspool, den sie jetzt aufstockt. Andere Träger können Mitarbeiter neu einstellen oder Teilzeitbeschäftigte bei Bedarf länger einsetzen.     

Nach dem Sturm in der vergangenen Woche hat die Stadt die Straße am Expo-Pavillon der Niederlande sperren lassen. Es hätten sich Bauteile gelöst, teilte ein Stadtsprecher gestern mit. Man beauftrage eine Baufirma, die loses Material auf dem 47 Meter hohen Gebäude „abtragen und entfernen“ solle.

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