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Stadt Hannover Stadt will mobile Getränkeverkäufer bremsen
Aus der Region Stadt Hannover Stadt will mobile Getränkeverkäufer bremsen
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19:44 15.05.2017
Fliegende Händler sollen den Wirten auf dem Maschseefest nicht das Geschäft streitig machen. Quelle: Behrens (Archiv)
Bernd Haase

Die Stadt will etwas gegen mobile Getränkeverkäufer unternehmen, die sich vor allem am Rande von Großveranstaltungen etwa im Stadion, in der Innenstadt oder am Maschsee tummeln. Eine spezielle Idee dabei ist, dass die Anbieter eine „Verkaufseinrichtung mit anerkannten Regeln der Technik wie zum Beispiel einer Bremsvorrichtung“ nutzen müssen. Das zielt gegen die Masche einiger Händler, Bier und andere Kaltgetränke in Einkaufswagen zu packen und die Waren von dort aus zu verkaufen.

Es geht einmal mehr um sogenannte Pingelscheine, die mobile Händler beantragen müssen. „In der Vergangenheit ist der Schein zunehmend für Verkaufstätigkeiten beantragt worden, die mit ursprünglich angedachten Verwendung nicht mehr in Einklang zu bringen sind“, schreibt die Stadt in einer Drucksache zur sogenannten Sondernutzungssatzung. Diese regelt, was die Pingler dürfen und was nicht. Zum Beispiel dürfen sie sich nur für einen bestimmten Zeitraum an einem festen Ort aufhalten.

Der fliegende Handel hatte auch in der Vergangenheit Ärger bereitet. Problem ist, das sich die Pingler gerne im Umfeld etwa von Maschseefest oder Fußballspielen von Hannover 96 im Stadion tummeln und dort den anderen Anbietern, die für einen Stand Miete bezahlen müssen, Konkurrenz machen. Ein Versuch der Stadt, das Umfeld dieser Veranstaltungen für den mobilen Handel zur Tabuzone zu machen, ist vor vier Jahren vor Gericht gescheitert.

Den Trick mit der Bremsvorrichtung als Voraussetzung für einen Pingelschein hat sich die Verwaltung ausgedacht, weil sie zum Beispiel die zwischenzeitlich ebenfalls in Mode gekommenen sogenannten Kaffeefahrräder weiterhin dulden will. Ob die Politik dabei mitspielt, ist noch nicht ausgemacht. Im Wirtschaftsausschuss des Rates, wo das Thema erstmals auf der Tagesordnung stand, hat die FDP die Änderungsvorschläge zur Sondernutzungssatzung erst einmal zur weiteren Beratung in die Fraktion gezogen.

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