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Stadt Hannover Das sind die neuen Stadtbezirksräte in Hannover
Aus der Region Stadt Hannover Das sind die neuen Stadtbezirksräte in Hannover
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17:08 23.09.2016
Von Conrad von Meding
Hannover

Die kommenden Wochen werden spannend für die neu gewählten Fraktionen in Hannovers 13 Stadtbezirken – und anstrengend. Denn die klassischen Zweierbündnisse – meist Rot-Grün oder Schwarz-Gelb – sind nach dem vorläufigen Wahlergebnis nur noch in vier Bezirken denkbar: In Vahrenwald-List, Südstadt-Bult und Nord reicht es knapp für eine rot-grüne Mehrheit. In Linden-Limmer ist wegen des erneut starken Ergebnisses der Grünen sowohl ein Mehrheitsbündnis Grün-Rot wie auch Grün-Linke darstellbar. In allen anderen Bezirken sind mindestens drei politische Farben zur Mehrheitsbeschaffung nötig – oder eine Zusammenarbeit von SPD und CDU. Das würde in allen Bezirken außer Linden-Limmer politische Mehrheiten sichern, gilt aber als eher unbeliebt.

Die Ergebnisse im Überblick

Hofmann holt bestes Ergebnis: Der nicht unumstrittene SPD-Bezirksbürgermeister von Buchholz-Kleefeld, Henning Hofmann, hat unter allen Bezirksbürgermeistern das beste Wahlergebnis eingefahren: Er holte 3446 Stimmen. Gefolgt wird er von Lothar Pollähne (SPD) aus Südstadt-Bult mit 3170 Stimmen. Zum Vergleich: In Mitte brachte es Michael Sandow (SPD) nur auf 907 Stimmen. In Misburg-Anderten holte Bezirksbürgermeister Klaus Dickneite (SPD) zwar 2257 Stimmen, dicht gefolgt aber CDU-Politiker Patrick Hoare mit 2246 Stimmen.

SPD verliert – CDU legt in zwei Gremien zu: Die großen Parteien ließen in allen Bezirken Federn. Die SPD holte das beste Ergebnis in Herrenhausen-Stöcken (37,9 %), ihr schlechtestes in Linden-Limmer (24,5 %). Die CDU punktete in Kirchrode-Bemerode-Wülferode (37,8 %) und sank in Linden-Limmer auf ein einstelliges Ergebnis (9,8 %). Allerdings verbesserten sich die Christdemokraten in Misburg-Anderten um 3,4 Prozentpunkte und im Stadtbezirk Mitte um 2,9 Prozentpunkte.

Grüne in fünf Bezirken über 20 Prozent: An ihr hannoversches 2011er-Ergebnis (21,4 %) konnten die Grünen zwar nicht anknüpfen, kamen aber in fünf Bezirken über 20 Prozent. Außer Linden-Limmer (32,2 %) waren das Mitte (23,8 %), Nord (21,1 %), Vahrenwald-List (21,0 %) und Südstadt-Bult (20,7 %). Schlechtester Bezirk war Ricklingen (10,7 %).

FDP teils verdoppelt: In Mitte steigerte die FDP ihr Ergebnis von 4,5 auf 9,1 Prozent, in Buchholz-Kleefeld von 3,7 auf 7,4 Prozent, in Misburg-Anderten schaffte sie sogar die Verdreifachung von 2,0 auf 6,6 Prozent, in Kirchrode-Bemerode-Wülferode von 4,8 auf satte 12,1 Prozent.

Linke, Piraten, Partei: Auch die Linke holte teils deutlich auf. In Mitte verdoppelte sie ihr Ergebnis von 4,2 auf 8,6 Prozent, in Kirchrode-Bemerode-Wülferode von 2,5 auf 5,9 Prozent, in Misburg-Anderten nahezu von 3,2 auf 6,2 Prozent, in Linden legte sie von 11,6 auf stolze 17,9 Prozent zu, im Bezirk Nord von 6,9 auf 11,4. Dort holte die „Partei“ mit 7,1 Prozent ihr bestes Bezirksergebnis. Sie zieht außerdem in Buchholz-Kleefeld, Döhren-Wülfel und Linden-Limmer in Bezirksräte ein. Die Piraten verloren den Sitz in Döhren-Wülfel, gewannen aber je einen Sitz in Herrenhausen-Stöcken und Ricklingen und sind jetzt in zehn Bezirksräten vertreten.

AfD stark im Südwesten: Auf Stadtbezirksebene hat die AfD ihr bestes Ergebnis im Bezirk Ricklingen eingefahren. Dort schenkten ihr 13,8 Prozent der Wähler das Vertrauen – stadtweit lag der Schnitt bei 8,8 Prozent. Auch in Bothfeld-Vahrenheide (12,4 %) und Ahlem-Badenstedt-Davenstedt (12,1 %) gab es überdurchschnittliche Ergebnisse. Schaut man auf die Ebene der 51 Stadtteile, so sticht der Bereich Mühlenberg hervor. Dort holte die AfD im Durchschnitt der sechs Wahlbezirke 22 Prozent, im Wahlbezirk 4202 waren es sogar 31,3 Prozent.

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