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Stadt Hannover Kirche sucht Partner für Kita-Sanierungen
Aus der Region Stadt Hannover Kirche sucht Partner für Kita-Sanierungen
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16:39 18.09.2016
Von Saskia Döhner
Partner gesucht: Mit wem kann sich die evangelische Kirche die Kosten für die Sanierung von Kitas teilen? Quelle: dpa
Hannover

Nach den Klagen von Eltern über den baulichen Zustand evangelischer Kitas will der Stadtkirchenverband nun bei Sanierung und Neubau neue Wege. „Wir suchen private Investoren“, sagt Superintendent Karl-Ludwig Schmitt. Ähnlich einer öffentlich-privaten Partnerschaft, die die Stadt etwa auch bei Schulsanierungen eingeht, könnte ein privater Investor zunächst die Baukosten übernehmen und diese dann über einen 20 oder 30 Jahre währenden Mietvertrag refinanziert bekommen.

Der Stadtkirchenverband allein könne die Sanierung von rund 30 Kindergärten, von denen viele in die Jahre gekommen seien, nicht tragen, betont Schmidt. Manche Gebäude seien so marode, dass sie abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden müssten. Das gelte etwa für die Kita in Hainholz. Weil sich die Planungen für den Neubau dort in die Länge zögen, müsste jetzt überlegt werden, wie das alte Gebäude für den Übergang weiterhin betriebssicher gemacht werden könnte. Noch gibt es keine konkreten Pläne für eine Kooperation mit privaten Partnern, wohl aber Vorüberlegungen. Als mögliche Standorte für eine solche Lösung könnten etwa die Zachäus-Kita in Burg oder auch die Kita an der Corvinuskirche in Stöcken in Frage kommen.

Unterdessen befürchten Eltern in der Kita in der Pinkenburger Straße in Groß-Buchholz, dass ihre Kinder bald gar keinen Raum mehr haben, in dem sie betreut werden können. Am 6. September war auf einem Elternabend mitgeteilt worden, dass das Gebäude zum Ende des Monats komplett geräumt werden muss. Der neue Eigentümer, der das Gebäude von der Gemeinde gekauft hat, will es gründlich sanieren. Bei Bauarbeiten in den Sommerferien war aufgefallen, dass der Schaden doch größer ist als vermutet. Im laufenden Betrieb kann dies nicht behoben werden. So müssen Wände aufgestemmt werden. Das wäre für die rund 50 Drei- bis Sechsjährigen und die Erzieher nicht zumutbar.

Es werde eine Lösung gefunden werden, hieß es, die beiden Kita-Gruppen würden selbstverständlich nicht ohne Gebäude dastehen. Vermutlich schon heute sollen die Eltern vom Stadtkirchenverband per Brief erfahren, aus dem hervorgeht, wo ihre Kinder künftig betreut werden. Anfang Dezember soll die Kita in der Pinkenburger Straße dann fertig sein. Befürchtungen der Eltern, in dem alten Gebäude gebe es gesundheitsgefährdende Stoffe, seien völlig aus der Luft gegriffen, sagt Schmidt: „Das hat alles seine Ordnung.“

Seit drei Jahren hat der Stadtkirchenverband die Trägerschaft für rund 30 evangelische Kitas. Als zentraler Verbund mit einer pädagogischen Leitung sei man stärker als einzelne Gemeinden, sagt Schmidt. Im Konfliktfall könnten auch Mitarbeiter leichter von einem Standort zu einem anderen wechseln. Drei Jahre hatten die Gemeinden Zeit zu überlegen, ob sie den Trägerwechsel rückgängig machen und die Kitas doch lieber wieder alleine führen wollen. „Das hat niemand gemacht“, sagt Schmidt. Das spreche für den Erfolg.

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