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Stadt Hannover Stadt Hannover erhöht Zuschuss für Ganztagsschulen
Aus der Region Stadt Hannover Stadt Hannover erhöht Zuschuss für Ganztagsschulen
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00:17 06.06.2018
Die Zahl der Horte wird in den nächsten Jahren in Hannover zurückgehen. Die Stadt setzt auf Ganztagsschulen. Quelle: dpa
Hannover

In Hannover gibt es immer mehr Ganztagsgrundschulen und immer weniger Horte. Bis 2019 sollen vermutlich neun Hortgruppen aufgelöst werden, dafür entstehen 75 Krippen- und 22 Kindergartenplätze. Zum neuen Schuljahr stellen auch die Misburger Pestalozzischule und die katholische Kardinal-Galen-Schule auf Ganztagsbetrieb um. 2019 sollen 40 von 57 Grundschulen auch Nachmittagsbetreuung anbieten. Die Stadt Hannover will schon ab August die Zuschüsse für die Ganztagsbetreuung an Schulen um fünf Prozent erhöhen.

Zurzeit liegt der Pauschalbetrag bei 1935 Euro pro Jahr und durchschnittlicher Teilnahme der Kinder am Ganztagsangebot. Durch die Erhöhung des Ganztagszuschlags gibt die Stadt in diesem Jahr 292.00 Euro mehr aus, im nächsten Jahr dann noch einmal 379.000 Euro. Insgesamt steigt der Anteil für die Ganztagsschulen von 7 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2016 auf mehr als 20,6 Millionen Euro im Jahr 2020. Horte, die außerhalb von Schulgebäuden liegen, sollen schrittweise in die Schulen eingegliedert werden.

Horte sollen in Schulen integriert werden

Die Schulen sollen künftig neun statt sieben Wochen Ferienbetreuung anbieten, die auf Oster-, Sommer- und Herbstferien verteilt werden können. Eltern sollen dafür nicht mehr als zehn Euro pro Tag bezahlen müssen. Für 25 Kinder sollen mindestens zwei Betreuer zur Verfügung stehen, Grundsätzlich will die Stadt an den Schulen die Betreuung zwischen 8 und 16 Uhr sicherstellen, Früh- und Spätbetreuung seien möglich, heißt es in der Vorlage der Stadt.

Die sollte eigentlich schon im jüngsten Schulausschuss Ende Mai diskutiert werden, wurde von der CDU aber in die Fraktion gezogen. Die sieht noch grundlegenden Beratungsbedarf. Schulexpertin Stephanie Matz vermisst ein grundlegendes Konzept. Sie warnt davor, vorschnell Horte zu schließen, wenn die Grundschulen noch gar nicht auf Ganztagsbetrieb umgestellt seien. Zudem gebe es Standorte – wie die Grundschule Ahlem –die dringend zur Ganztagsschule werden müssten. Ungeklärt sei auch noch die Rolle der schulischen Kooperationspartner. Werden die Turnvereine oder Wohlfahrtsverbände, die das Nachmittagsangebot an Schulen verantworten, auch die Erzieher aus dem Hort übernehmen?

Piraten: Wo bleibt die Wahlfreiheit der Eltern?

„Die Wahlfreiheit zwischen Ganztagsschulen und Horten ist die Grundlage des Respekts vor dem Elternwillen“, sagt Adam Wolf von den Piraten. Es sei ein falsches Signal, dass die Ampel-Koalition diese Wahlfreiheit durch Schließungen und Verschulung der Nachmittagsbetreuung einfach einschränke.“ Der Schulausschussvorsitzende forderte, die Eltern durch Beihilfen für die Hortbetreuung selbst in den Stand zu versetzen zu entscheiden, ob sie ihr Kind in den Hort oder in eine Ganztagsschule geben wollen. Beides habe seine Berechtigung, aber oft würden die Kinder in Horten qualitativ besser betreut. Zudem sei die Trennung von Schule und Freizeit ein hohes Gut: „Eine Lernumgebung ist keine Freizeitumgebung“, betont Wolf: „Der Schulmodus ist kein Entspannungsmodus, womöglich kommen die Lehrer dann noch mit Extraaufgaben, weil die Schüler erreichbar sind.“

Silvia Klingenburg-Pülm (Grüne) lobt, dass die Zeit der Ferienbetreuung jetzt um zwei Wochen ausgedehnt werden soll.

Afra Gamoori (SPD) sagt: „Horte weisen eine hohe Qualität aus, die wir an den Grundschulen dringend benötigen, um allen Kindern gleichermaßen Chancen und Teilhabe zu ermöglichen. Solange es aber noch keine Ganztagsschule in einem Wohngebiet gibt, darf kein Hort geschlossen werden. Die Horte schließen dann, wenn sie auslaufen und nicht mehr genügend Anmeldezahlen aufweisen.“ Die Zusammenführung solle zur einer Verbesserung, nicht zu einer Verschlechterung führen.

Von Saskia Döhner

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