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Stadt Hannover Stehen Wirte bei Fußball-Übertragungen im Abseits?
Aus der Region Stadt Hannover Stehen Wirte bei Fußball-Übertragungen im Abseits?
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18:33 17.08.2017
Von Uwe Janssen
„Das tut dann schon richtig weh“: Bernd Rodewald vom „Shakespeare“ zahlt monatlich 650 Euro für das Sky-Abo. Foto: Schaarschmidt Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

An diesem Wochenende beginnt die Fußball-Bundesliga mit Aufsteiger Hannover 96. Inwieweit die Fans in den Kneipen mitfiebern können, ist allerdings immer noch nicht klar. „Alle Spiele, alle Tore“ - der Slogan des Pay-TV-Anbieters Sky gilt seit dieser Saison nicht mehr. Die Übertragungsrechte für 45 Spiele sind ab dieser Spielzeit bei Eurosport gelandet, und da wird es für die hannoverschen Kneipiers kompliziert. „Es ist ein ziemliches Durcheinander“, sagt Ralph Klemke vom „Meier’s“ am Aegi.

Nicht nur, weil manche Spieltage der 1. Bundesliga sich künftig von Freitag bis zum Montag ziehen und auch Spiele am schon in der 2. Liga so unbeliebten Sonnabendmittag angepfiffen werden. Die von Eurosport gezeigten Matches (30 am Freitag, fünf am Sonnabendmittag, fünf am Montag sowie Supercup und Relegationsspiele am Ende der Saison) werden ausschließlich über eine Internetplattform übertragen - zum vergleichsweise günstigen Jahresabo von 29,99 Euro, wenn man bis zum 31. August abschließt. Allerdings gibt es diesen Eurosport-Kanal nur für Privatanbieter. „Gastro-Lizenzen gibt es nicht“, sagt Klemke, der, bliebe es so, beispielsweise das 96-Spiel gegen den Hamburger SV am Freitag, 15. September, nicht zeigen könnte.

Weiteres Ärgernis für die Wirte: Sky zeigt weniger Bundesliga, verlangt aber mehr Geld. „Die größte Frechheit ist, dass ich über diese Neuerungen nicht einmal informiert worden bin“, sagt Bernd Rodewald vom „Shakespeare“ in der Südstadt. Für ihn hat sich Preis in den vergangenen acht Jahren verdreifacht. 223 pro Monat waren es damals, knapp 650 Euro legt er heute auf den Tisch - auch in den Sommermonaten, in denen der Ball gar nicht rollt. „Das tut dann schon richtig weh“, sagt der Wirt.

Auch Rodewald weiß noch nicht, wie es mit den neuen Übertragungsrechten für ihn weitergeht. Er hat mittlerweile einen Anwalt eingeschaltet, mit dem er sich zunächst berät. „Ich habe den Vertrag mit Sky für ,Alle Spiele, alle Tore’ abgeschlossen. Die bekomme ich ja nun nicht mehr“, sagt Rodewald. Und Anwalt Heiko Müller ergänzt: „Das Paket von Sky wird teurer und kleiner. Wir müssen sehen, wie wir da vorgehen.“

Jan Verhagen vom „Bösen Wolf“ in Linden-Mitte hat bereits reagiert und mit dem Pay-TV-Sender „hart verhandelt. Und bei Eurosport habe ich einfach in der Pressestelle angerufen.“ Mit Erfolg. Kurz darauf bekam er eine Mail, in der ihm mitgeteilt wurde, dass er bis zum Jahresende auch mit einer privaten Lizenz des Sportsenders die Freitagsspiele in seiner Kneipe zeigen darf. „Per Duldung“, sagt Verhagen. Die Mail hat er sich vorsichtshalber griffbereit ausgedruckt.

Das heutige Freitagspiel darf indes auch Ralph Klemke in seinem „Meier’s“ zeigen. Ob es ihm viele Gäste bringt, ist eher zu bezweifeln: Die Saisoneröffnung zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen überträgt das ZDF live - auch in jede Wohnstube.

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