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Stadt Hannover Steigende Mietpreise: Wohnungswechsel wird für viele in Hannover zu teuer
Aus der Region Stadt Hannover Steigende Mietpreise: Wohnungswechsel wird für viele in Hannover zu teuer
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00:15 25.06.2018
Immer mehr Neubauprojekte starten – wie hier in der Adolfstraße in der (Calenberger Neustadt). Dort entstehen 130 Wohnungen, davon 25 Prozent geförderter Wohnungsbau. Quelle: Villegas
Hannover

Die neuesten Analysen der Stadt zum Wohnungsmarkt sind alarmierend. Die Mieten sind derart stark gestiegen, dass sich ein Drittel der Haushalte in der Stadt keinen Wohnungswechsel mehr leisten kann. Es seien mehr Anstrengungen im preiswerten Wohnungsbau nötig, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt.

Während von 2006 bis 2012 noch die Hälfte der auf dem Markt angebotenen Wohnungen Kaltmietpreise von weniger als 6 Euro pro Quadratmeter hatten, sind es jetzt nur noch zwei Prozent. Dafür sind die Mietangebote mit 8 Euro pro Quadratmeter von zehn auf 60 Prozent gestiegen. Für die arbeitende Bevölkerung mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1500 Euro, und das ist fast ein Drittel der hannoverschen Bevölkerung, bedeutet das „eine Überbelastung der Haushalte durch Wohnkosten“, wie die Statistiker der Stadt schreiben. Denn die durchschnittliche Kaltmiete für eine Dreizimmerwohnung liege derzeit bei 580 Euro – mit Nebenkosten also mehr als 40 Prozent des Einkommens dieser Schicht. Die Folge ist, dass immer weniger Menschen umziehen: 2011 ist noch fast jeder zehnte Einwohner umgezogen, 2015 waren es nur noch 7,4 Prozent.

Die Daten stammen aus der Wohnungsmarktbeobachtung der Stadt, in der sie laufend Inserate in Zeitungen und Internetplattformen auswertet. Die Statistiker haben die Daten mit anderen Studien, etwa der jüngsten Befragung zu Umzugsmotiven, kombiniert. Ein Ergebnis: Die Zahl der Haushalte mit einer Mietbelastung unter 400 Euro ist von 31 auf 18 Prozent zurückgegangen, umgekehrt die Zahl der Haushalte mit Mietausgaben über 800 Euro von 13 auf 21 Prozent gestiegen.

Hannover versucht mit einer Wohnungsbauoffensive gegenzusteuern, die allerdings nur allmählich in Fahrt kommt. Stadtbaurat Uwe Bodemann legte in dieser Woche im Bauausschuss neueste Zahlen vor. Demnach sind im vergangenen Jahr 1106 Wohnungen neu fertiggestellt worden, im ersten Halbjahr 2018 sind Baurechte für 719 Wohnungen genehmigt worden. Insgesamt hoffe man, in diesem Jahr Bauland für 4385 neue Wohnungen vorbereitet zu haben, sagte Bodemann, seit 2013 seien es dann 9465. Angesichts des beschlossenen Ziels, den Bau von jährlich 1000 zusätzlichen Wohnungen zu ermöglichen, habe man „das Doppelte an Flächen für die nächsten Jahre“. Jetzt müsse die Bauwirtschaft liefern.

Linken-Ratsherr Dirk Machentanz fordert, den Anteil von gefördertem Wohnraum zu erhöhen – im Moment sind es bei größeren Bauprojekten in der Regel 25 Prozent. Grünen-Politiker Daniel Gardemin erinnerte daran, dass in Hannover in den vergangenen Jahren 40 000 Menschen zugezogen sind, er wollte wissen, ob eher diese die neuen Wohnungen nutzten oder die Alteingesessenen. Das konnte Bodemann nicht beantworten, sagte aber zu, dass die Wohnbauoffensive demnächst evaluiert werden soll, um zu überprüfen, ob sie ausreiche.

Von Conrad von Meding

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