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Stadt Hannover Street-Mag-Show gastiert auf dem Schützenplatz
Aus der Region Stadt Hannover Street-Mag-Show gastiert auf dem Schützenplatz
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18:10 23.07.2017
Von Gunnar Menkens
US-Fan aus Luxemburg: Gerard Imbert zeigt in Polizeiuniform sein Cadillac. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Seine Freunde haben mal zu Gerard Imbert gesagt, er suche immer die Extreme. Eines davon hat der 47-jährige Familienvater aus Luxemburg mitgebracht, es blinkt und glitzert und ist für zahlreiche Besucher auf dem Schützenplatz ein Fotomotiv, wie auch sein Besitzer in US-Polizeiuniform: ein mächtiger Cadillac, fast sechs Meter lang, Baujahr 2013, 85 000 Euro, 6,2-Liter-Motor mit einem Verbrauch aus einem anderen Jahrhundert. „17 Liter“, sagt der Luxemburger, „auf der Autobahn 13 Liter wegen der Zylinderabschaltung.“ Und jetzt das andere Extrem: Im Alltag fährt Imbert einen Elektro-Smart.

Die Seitenteile seines Vans hat der Luxemburger mit der US-Flagge dekoriert. Stars and Stripes, er liebt die Staaten seit Langem, wie auch deren Autos. Vor seinem Cadillac fuhr Imbert eine Corvette, ein Sportwagen mit zwei Sitzen. Aber dann kam das Töchterchen zur Welt und beanspruchte Platz. Ein neues amerikanisches Modell musste her. Es kommt vor, dass Imbert auf seine Vorliebe für die USA angesprochen wird, wo dieser eigenwillige Präsident regiert. Mit Donald Trump aber will Gerard Imbert nichts zu tun haben. „Obama war top, Trump können sie in die Tonne treten. Ich liebe das Land, nicht die Politik.“

Der Cadillac aus Luxemburg fiel am Wochenende bei der jährlichen Street-Mag-Show aus dem Rahmen, die meisten Autos auf dem Schützenplatz beschworen doch das Flair einer vergangenen Zeit herauf. Modelle von Chevrolet, Chrysler, Ford, Lincoln-Limousinen standen zur Schau. Damals war Benzin billig und Aerodynamik für Apollo-Missionen. Bei Autos ging es in den USA um Bequemlichkeit, Status und PS, um Freiheit. Modelle aus einer Ära, als US-Präsidenten Eisenhower, Kennedy und Nixon hießen. Straßenkreuzer schaukelten auf dem Asphalt, und sie besaßen vieles an Ausstattung, aber keine Abschaltautomatik vor roten Ampeln. Wegen dieser Autos kamen die Besucher zum Schützenplatz. Ein Publikum, das mit Autobesitzern nicht selten weitere kulturelle Vorlieben zu teilen scheint, darunter Tattoos zu schwarzen Shirts.

Gerade rechtzeitig fertig geworden fürs Wochenende ist ein Chevrolet 1957. Gekauft im August 2010, sein Besitzer Bülent Güryalcin, 42, musste Nachtschichten einlegen, um alle Teile an ihren Platz zu bekommen. Dann trimmte er das Auto auf alt, damit es diese matte Patina bekommt. Wegen seiner Liebe zum Auto nahm der VW-Beschäftigte einiges in Kauf. „Viele Teile habe ich aus den USA hergeholt“, sagt er. Motorhalterungen, Kühler, Lenkstangen, wobei der Motor aus der Neuzeit stammt. Bülent Güryalcin wuchs praktisch mit großen Autos auf. Als er ein Kind war, fuhr sein Vater in Istanbul Taxi, immer in großen US-Autos.

Auf der Bühne der Street-Show konnte man lernen, dass große Zahlen nicht immer für das stehen, was Laien denken. Einen Motor mit 300 PS und 8-Zylinder-Motor habe man in einem Cadillac 1964 nicht gebraucht, um schnell, sondern um leise zu fahren. Sagte der Moderator. Eddi, „der Nachname ist zu kompliziert“ und Besitzer des Cadillacs, beschreibt es so: „Es geht um das Lebensgefühl der 50er, 60er-Jahre.“

Im Fall der Messersteicherei am E-Damm, bei der ein Mann am Freitagabend schwer verletzt wurde, hat die Polizei zwischenzeitlich einen möglichen Täter festgenommen, weil er ebenfalls blutverschmiert war. Da sich der Tatverdacht jedoch nicht erhärten konnte, wurde dieser wieder entlassen. Die Polizei ermittelt weiter.

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