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Stadt Hannover Red Bull bekommt Konkurrenz aus Hannover
Aus der Region Stadt Hannover Red Bull bekommt Konkurrenz aus Hannover
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00:15 12.12.2014
Von Rüdiger Meise
Hannover statt Red Bull: Tobias Meyer und Dirk Zimmermann mit ihrem neuen Energydrink. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Die Wände des winzigen Wohnzimmers sind tapeziert mit Bildern von Fußballstadien. Ausgaben des Sportmagazins „11 Freunde“ liegen in den Ecken. Kein Zweifel: Hier wohnen Fußballfans. Tobias Meyer und Dirk Zimmermann teilen sich eine kleine Wohnung in Linden-Nord und spielen gegeneinander in der 1. Kreisklasse Fußball. Und sie haben ein gemeinsames Projekt: Im März 2015 kommt der Energydrink „Fünf gegen zwei“ in den Handel. Der Erlös aus dem Verkauf soll komplett dem Fußballsport im Amateurbereich zugute kommen. Fanprojekte, Jugendarbeit, Trikotsätze für Breitensport-Vereine wollen die beiden damit finanzieren.

Alles begann damit, dass die beiden Studenten genervt waren vom Engagement des Energydrink-Imperiums Red Bull beim FC Red Bull Salzburg und RB Leipzig (offiziell: RasenBallsport Leipzig). „Dass Fußballvereine gekauft werden und sogar ihren Namen und ihre Vereinsfarben wechseln, hat mit Sport nichts mehr zu tun“, finden die beiden. Und beschlossen, Red Bull mit dem eigenen Energydrink Konkurrenz zu machen - zum Wohle des Amateurfußballs. Der Name „Fünf gegen Zwei“ ist abgeleitet von einem beliebten Aufwärmspiel, das im Kreisklassen-Training ebenso gespielt wird wie beim FC Bayern. Um Kapital zu bekommen, starteten die beiden eine Crowdfundig-Kampagne. 20 000 Euro benötigten die Freunde als Startkapital, hatten sie errechnet. Knapp 28 000 Euro sind zusammengekommen. „Jetzt kann’s losgehen“, sagt Tobias Meyer.

5gegen2 - Energie zum Erhalt der Fußballkultur from Tobias Meyer on Vimeo.

Rund 100.000 Flugblätter haben die beiden Wirtschaftsstudenten in Stadien in der ganzen Republik verteilt und Plakate drucken lassen mit der Aufschrift: „Stell dir vor, dein Verein wechselt seine Farben“. Ihre Energy-Flasche soll dabei als Protestsymbol gegen die Vermarktung der Ware Fußball dienen. Das ist schwer verständlich. Vielleicht fällt den beiden ja noch besseres ein.

Der Geschmack von „Fünf gegen Zwei“ ist süß, klebrig, aber weniger gummibärhaft als Red Bull. Der Energiedrink hat 25 Prozent Fruchtgehalt, zehn Gramm Zucker auf 100 Milliliter und 32 Milligramm Koffein, dazu Taurin. „Wir haben mehrere Versionen getestet - eine davon war uns zu süffig“, sagt Zimmermann. Davon hätte man zu viele Flaschen trinken können. „Das wäre zwar gut für unseren Umsatz, aber ungesund für unsere Kunden.“ So denkt man, wenn man die Welt verbessern möchte.

Start im März 2015

Dass ihre Konkurrenz ganz anders denkt, lernen die beiden in diesen Tagen. Gleich mehrere Getränkehersteller wollten ihre Idee kaufen und damit in die Konzerntasche wirtschaften. Die WG lehnte ab. Ein Unternehmen hat sich prompt die Internetadresse „www.5gegen2.com“ gesichert und vermarktet auf dieser Seite sein eigenes Getränk. „Wir hatten uns ganz bewusst für die Adresse 5gegen2.org entschieden, um den nicht-kommerziellen Charakter des Projekts deutlich zu machen“, sagt Zimmermann.

1000 Kisten mit dem Energy-Drink sind bestellt, im März 2015 sollen sie in Hannover in den Läden stehen, sagt Dirk Zimmermann. Der Preis soll 1,20 Euro nicht übersteigen - 20 Cent fließt ohne Umwege an Amateurvereine und Faninitiativen, versprechen die beiden. Zum Vergleich: 0,33 Liter Red Bull kosten rund 1,49 Euro. Zimmermann und Fischer versprechen, dass sie mit dem Projekt kein Geld verdienen wollen. „Ganz im Gegenteil: Wir beide haben vierstellige Beträge investiert, die wir wohl nicht wiedersehen“, sagt Zimmermann. Aber die Rettung der Fußballkultur ist dieses Opfer wert, findet er.

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