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Stadt Hannover Familien lieben ihren Stadtteil
Aus der Region Stadt Hannover Familien lieben ihren Stadtteil
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20:58 30.12.2014
Von Mathias Klein
Familien mit Kindern sind ihrem Stadtteil besonders oft treu. Quelle: Martin Steiner
Hannover

Die Studie unterscheidet Familien mit und ohne Migrationshintergrund. Bei letzteren gilt: Während 56 Prozent der Paare mit Kindern mehr oder weniger konkrete Umzugspläne hegen, ist das nur bei 42 Prozent der Alleinerziehenden der Fall.

Kinder bringen Veränderung: Eine weitere Tendenz, die die Studie offenlegt: Je mehr Kinder eine Familie hat, desto dringlicher wird der Wunsch nach einem Umzug. 49 Prozent der deutschstämmigen Familien mit einem Kind wollen demnächst umziehen - aber 55 Prozent der Familien mit zwei und 60 Prozent derer mit drei oder mehr Kindern.

Lange Suche: Die Wartezeit auf eine andere Wohnung oder ein anderes Haus ist in einigen Fällen enorm. Kinderreiche Familien müssen überdurchschnittlich lange suchen, fast jede zweite Familie sucht bereits mehr als eineinhalb Jahre. Auch Besserverdienende suchen besonders lange - 41 Prozent der Hannoveraner mit einem monatlichen Haushaltseinkommen zwischen 4000 und 6000 Euro sind bereits länger als 19 Monate auf der Suche. So lange sucht auch ein Drittel der Bürger mit einem Haushaltseinkommen von mehr als 6000 Euro.Die Autoren der Studie vermuten, dass die Wartezeit in diesen Fällen so lange dauert, weil gezielt nach dem Kauf von Häusern oder Wohnungen Ausschau gehalten wird.

Gut Ausgebildete suchen häufiger: Bei Migranten ist auffällig, dass Familien mit höherem Bildungsgrad deutlich häufiger nach neuem Wohnraum suchen als schlechter Ausgebildete. Fast die Hälfte der Migrantenfamilien mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss sucht nach einer neuen Wohnung, aber nur 30 Prozent der anderen. Bei deutschstämmigen Familien hingegen sind hier keine Unterschiede zu verzeichnen.

Liebe zum Stadtteil: Wenn es darum geht, wo die umzugswilligen Hannoveraner wohnen wollen, gibt es eine eindeutige Tendenz: Egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund - die hier lebenden Menschen lieben ihren Stadtteil und ihre gewohnte Umgebung. Mehr als die Hälfte der Familien bevorzugt die Vorstellung, zukünftig im selben oder einem angrenzenden Stadtteil der Landeshauptstadt zu wohnen.

Rund 10 Prozent der Teilnehmer der Befragung würden lieber am Stadtrand wohnen. Ebenfalls etwa 10 Prozent wollen eher innenstadtnah oder innerhalb der Innenstadt wohnen. Auch mit dem wachsenden Alter des jüngsten Kindes nimmt der Wunsch, im gleichen oder einem angrenzenden Stadtteil Hannovers wohnen zu bleiben, deutlich zu. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass Eltern einen Schulwechsel während der Grundschulzeit vermeiden wollen.

Kaum jemand will weg: Ganz aus Hannover fortziehen wollen nur sehr wenige der Befragten. Lediglich rund 7 Prozent aller Befragten würden gerne in eine andere Stadt oder Gemeinde ziehen, etwa 6 Prozent haben das in naher Zukunft auch tatsächlich vor. Je mehr Kinder eine Familie hat, desto höher ist die Standorttreue.

Mehr Studienfakten

Die rund 260-seitige Studie befasst sich noch mit etlichen weiteren?Themen. So bringt sie unter anderem diese Fakten an den Tag: Jede zweite bis dritte Familie in Hannover engagiert sich ehrenamtlich. Alleinerziehende Mütter arbeiten häufiger in Vollzeit oder vollzeitnah als Mütter mit Lebenspartner. Sogenannte Erwerbsarrangements, bei denen beide Elternteile gleichermaßen vollzeit- oder teilzeiterwerbstätig sind, sind die Ausnahme. Bei Paaren ohne Migrationshintergrund überwiegt das „1,5-Brotverdienermodell“: Vater in Vollzeit, Mutter in Teilzeit. Die meisten Eltern sind zufrieden mit der Nachmittagsbetreuung?ihrer Grundschulkinder: Für 85 Prozent der Eltern ohne Migrationshintergrund und 78 Prozent der Eltern mit Migrationshintergrund entspricht die derzeitige Betreuung ihrem Bedarf.lok

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