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Sturm "Xavier" tobt über Hannover

Zahlreiche Bäume entwurzelt Sturm "Xavier" tobt über Hannover

Sturm "Xavier" hat in Hannover gewütet. Die Feuerwehr musste zu Dutzenden Einsätzen in der Stadt und Region ausrücken: Vielerorts haben Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 113 km/h Bäume entwurzelt. Der Stadtbahnverkehr war zeitweise eingestellt. In der City herrscht auf vielen Straßen Chaos. Am Bahnhof warten Hunderte gestrandete Passagiere.

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Quelle: HAZ-Collage
  • Sturm "Xavier" fegt mit Böen von bis zu 110 Stundenkilometern über das Land
  • Bahnverkehr in ganz Norddeutschland eingestellt
  • Verkehrschaos in der City
  • Stadtbahnen fahren teilweise mit starken Verspätungen
  • Unwetterwarnung für die Region Hannover wieder aufgehoben 

Hannover. Sturm „Xavier“ ist am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 113 Stundenkilometern über den Norden gefegt. Dabei kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen, Dächer wurden abgedeckt, unzählige Bäume umgeweht – und die Rettungskräfte mussten zu Hunderten Einsätzen ausrücken. So auch am Donnerstagabend in Lahe: Im Moorwaldweg bei der Zufahrt zur Laher Deponie waren mehrere Bäume eingestürzt und weitere drohten einzustürzen. Die Feuerwehr rückte aus, um Schlimmeres zu verhindern.

Auch in Hannover richtete „Xavier“ große Schäden an. Ab der Mittagszeit liefen bei der Feuerwehr rund 300 Einsätze auf. „Die Aufräumarbeiten werden noch einige Stunden andauern“, sagte Feuerwehrsprecher Rainer Kunze am Abend. Größtenteils stürzten Bäume um, Äste brachen ab und Dächer wurden abgedeckt. „Bis jetzt gibt es aber keine Verletzten“, berichtete Kunze. Teile des Süd- und Messeschnellwegs mussten zeitweise gesperrt werden, weil Bäume auf der Fahrbahn lagen und Autos beschädigt wurden.

Verkehrschaos in Hannover

In der Stadt kam der Verkehr zum Erliegen. Zudem stellte die Üstra den Betrieb der Stadtbahnen für eine halbe Stunde vorübergehend ein. „Es hatte keinen Sinn mehr“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Alle zwei Stationen hätten die Bahnen stoppen müssen. Erst am Abend normalisierte sich die Lage. Die Stadt Hannover sperrte zudem die Eilenriede.

Auch in der Region zählte die Feuerwehr Hunderte Einsätze. So beschädigte der Sturm unter anderem eine Biogasanlage in Kleinburgwedel, mehrere Bäume stürzten gegen Wohnhäuser. In Großburgwedel durchschlug ein umgestürzter Baum das Dach einer Bücherei.

Zugverkehr eingestellt, Flüge gestrichen

Die Deutsche Bahn stellte den  Zugverkehr in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen und auch den S-Bahnverkehr in Hamburg bis auf Weiteres ein. Gleiches galt für Züge von Metronom, Erixx, Enno und Westfalenbahn. Auf offener Strecke befindliche Züge versuchten, noch den nächsten Bahnhof zu erreichen. Die Bahn stellte abends am Hauptbahnhof Hannover einen Schlafzug für die Gestrandeten zur Verfügung. 

Auch einige Flugverbindungen von und nach Bremen und Hannover fielen aus. Obwohl der Flughafen Hannover nach Angaben einer Sprecherin grundsätzlich angeflogen werden konnte, mussten mehrere Piloten ihre Landeversuche abbrechen und durchstarten. Auch der Fährverkehr zu den Nordseeinseln war beeinträchtigt.     

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