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Stadt Hannover Sudanesen wollen in der City demonstrieren
Aus der Region Stadt Hannover Sudanesen wollen in der City demonstrieren
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00:15 29.05.2014
Von Andreas Schinkel
Harren seit dem Wochenende auf dem Weißekreuzplatz aus: Flüchtlinge aus dem Sudan. Quelle: Dillenberg
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Hannover

Seit Sonnabend kampieren rund 50 Menschen, überwiegend Flüchtlinge aus dem Sudan, auf dem Weißekreuzplatz. Sie protestieren gegen die Asylpolitik in Deutschland und fordern „die sofortige Abschaffung aller Asylgesetze“. Die Aktion war zuvor nicht angemeldet worden, die Polizei hatte die Versammlung nur geduldet. Eine Gefahr gehe von den Demonstranten bisher nicht aus, betont ein Polizeisprecher. Für den Mittwoch haben die Flüchtlinge einen Demonstrationszug ab 15.30 Uhr durch die Innenstadt geplant.

Stadtpolitisch schlägt das Protestcamp erste Wellen. Die Grünen zeigen Verständnis für die Kritik der Sudanesen an der Asylpolitik. Bei der SPD hat man sich noch keine Meinung gebildet, SPD-Ratsherr Lars Kelich fordert aber einen „behutsamen Umgang“.

Auch die CDU sieht keinen Anlass, den Platz räumen zu lassen. „Eigentlich müssen wir die Flüchtlinge auf Berlin verweisen, denn es geht um Bundesgesetze“, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Den pauschalen Vorwurf der Demonstranten, die deutsche Politik sei „rassistisch“, weist Seidel entschieden zurück.

Heute sind mehr als 850.000 Wahlberechtigte in der Region Hannover erneut an die Wahlurnen gerufen. Es gilt, in der Stichwahl einen Regionspräsidenten zu bestimmen. In vier Kommunen in der Region muss zudem ein Bürgermeister gewählt werden.

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