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Stadt Hannover Südlink: Region bevorzugt keine der Trassenvarianten
Aus der Region Stadt Hannover Südlink: Region bevorzugt keine der Trassenvarianten
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00:15 02.01.2017
Von Bernd Haase
Für die geplante Stromautobahn gibt es zwei Varianten: östlich oder westlich durch die Region Hannover. Quelle: dpa
Hannover

Ende September hatten die Netzbetreiber mögliche Trassenkorridore für den Südlink vorgelegt, der von 2025 an Windstrom von den Küsten nach Bayern und Baden-Württemberg transportieren soll. Im Raum Hannover führt eine westliche Variante durch das Neustädter und das Calenberger Land mit der Deisterregion. Sie orientiert sich dabei am Lauf der Leine und berührt Neustadt, Wunstorf, Garbsen, Seelze, Gehrden, Ronnenberg, Wennigsen und Springe. Die östliche Trasse streift Burgdorf und durchquert dann das Gemeindegebiet von Uetze. Generell soll der Südlink unterirdisch verlaufen und nicht wie ursprünglich geplant über Freileitungen.

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„Die vorgelegte Trassenplanung ist fachlich und methodisch nachvollziehbar“, lobt Axel Priebs, Umwelt- und Planungsdezernent der Region. Die Behörde will vor allem darauf achten, dass ein möglichst großer Abstand der Erdkabel zu Wohnsiedlungen und Naturschutzgebieten gewährleistet wird.

Die Region hat Tennet und Transnet eine 24-seitige Stellungnahme geschickt. „Sie enthält keine Festlegung, sondern listet fachliche Kriterien auf, die wir berücksichtigt sehen wollen“, sagt Koordinatorin Janssen. Diese Liste fällt für den westlichen Korridor erheblich umfangreicher aus als für den östlichen, was laut Janssen aber nicht weiter verwunderlich ist: „Die Westvariante ist in der Region Hannover etwa dreimal so lang wie die östliche.“

Der Ostkorridor liegt aus Sicht der Region sehr nah am Uetzer Ortsteil Hänigsen. Außerdem berührt er Landschaftsschutzgebiete wie etwa das Waldgebiet Burgdorfer Holz. Gleiches gilt für die westliche Trassenführung. Hier weist die Region unter anderem darauf hin, dass im Bereich südlich des Mittellandkanals mit Feldhamstern zu rechnen sei. Die Tiere sind streng geschützt und haben schon manches Projekt deutlich erschwert. Die Region fordert eine Feldhamster-Kartierung und den Bau von Schutzzäunen.

Ähnlich wie die Region gehen alle Kommunen entlang der möglichen Trassenkorridore vor. Aus diesen Stellungnahmen werden die Netzbetreiber dann bis zum Frühjahr 2017 ihre Vorzugsvariante destillieren. „Sie müssen aber auch einen Alternativvorschlag machen, der gleichrangig geprüft wird“, erklärt Janssen. Wegen dieses Prozederes halten die Unternehmen den Zeitraum von acht Jahren bis zur Fertigstellung für ambitioniert. Es ist bereits ihr zweiter Anlauf für den Südlink. Der erste war am Widerstand der Bürger gegen die Freileitungsvariante gescheitert. Naturschutzverbände haben darauf hingewiesen, dass das Genehmigungsverfahren für die Erdkabellösung noch komplizierter wird.

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