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Stadt Hannover Pflegedienst bekommt Zehn-Kilo Schokoladenei
Aus der Region Stadt Hannover Pflegedienst bekommt Zehn-Kilo Schokoladenei
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00:31 24.04.2018
Claudia Nistor (unten links) und Gabriella Papa (unten rechts) übergeben ein zehn Kilogramm schweres Osterei an die Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes des Henriettenstifts. Quelle: Michael Thomas
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Südstadt

 Das Glücksspiel ist eigentlich nicht Claudia Nistors und Thomas Sindelars Sache. Doch in der Woche vor Ostern ließen sich die beiden bei einem gemütlichen Essen zum Kauf eines Loses hinreißen – mit süßen Folgen, auch für die rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes des Henriettenstifts.

Die Geschäftsführerin einer Coaching-Agentur und ihr Kollege waren zu Gast bei Gastronomin Gabriella Papa, die an der Marienstraße ihr Restaurant betreibt. An jenem Abend verkaufte die Wirtin an ihre Gäste Lose für die traditionelle Oster-Lotterie. Als Gewinne warteten Schokoladeneier von unterschiedlicher Größe: drei Kilo, sechs Kilo und ein zehn Kilo schweres Schokoladenei. „Die Eier lasse ich immer extra aus Italien kommen“, sagt Gabriella Papa. Die Tombola-Preise sind in ihrer Gaststätte für alle Gäste zu sehen. „Ich habe tatsächlich ein Los gekauft, weil ich davon ausgegangen bin, dass ich sowieso nichts gewinne“, sagt Claudia Nistor.

Damit hat sie nicht gerechnet

Gegen eine Spende von 5 Euro zog sie das Los mit der Nummer 161 aus dem Topf und verstaute es in ihrer Handtasche – wo es in Vergessenheit geriet. Bis zum Karsonnabend. Gegen 23.50 Uhr klingelte bei Claudia Nistor das Telefon. Am anderen Ende war Gabriella Papa. „Wir rufen immer gleich an, wenn wir alle Preise vergeben haben“, erklärt die Gastronomin. Die Nachricht, die sie für die Angerufenen hatte, hielt Claudia Nistor zunächst für einen Witz. „Als ich hörte, ich hätte ein Zehn-Kilo-Schokoladenei gewonnen, habe ich gedacht, es handele sich um den Scherzanruf eines Radiosenders“, sagt sie. 

Schließlich ließ sie sich überzeugen, dass sie den Hauptpreis gewonnen hatte. Behalten wollte sie die süße Überraschung aber nicht: „Ich habe nicht so eine große Familie für ein solch großes Osterei“, sagt die Geschäftsfrau. Nach kurzer Bedenkzeit war klar, wer das dicke Ei bekommen sollte. „Wir haben unser Büro in der Marienstraße, die Trattoria ist in der Marienstraße, deswegen habe ich Kontakt mit dem Henriettenstift in der Marienstraße aufgenommen“, sagt Thomas Sindelar.

In dem Diakovere-Krankenhaus erntete das Riesenei bei der Übergabe zunächst auch ungläubige Reaktionen. „Ist da wirklich was drin?“, wollte eine Mitarbeiterin wissen. „Wie bekommen wir das Ei nur auf?“, sorgte sich eine andere. „Ich habe beruflich viel mit kranken Menschen zu tun, deshalb weiß ich, was für einen tollen Job Sie hier machen“, betont Claudia Nistor. „Wir freuen uns sehr über dieses Geschenk“, sagt Alexandra Schröder vom Pflegedienst des Henrietten-stifts. Bei Gabriella Papa ist die nächste Tombola bereits in Planung: „Für mich und meine Mitarbeiter ist das immer ein Riesenspaß.“

Von Tobias Morchner

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