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Stadt Hannover Raubmörder nutzte Waffe bei fünf Überfällen
Aus der Region Stadt Hannover Raubmörder nutzte Waffe bei fünf Überfällen
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19:26 05.01.2015
Quelle: HAZ/Polizei
Hannover

Nach dem Raubmord von Stöcken fehlt vom mutmaßlichen Täter weiter jede Spur. Allerdings liegt jetzt ein Waffengutachten vor, demzufolge der Unbekannte bei vier weiteren Überfällen dieselbe Pistole benutzte. Das teilten die Staatsanwaltschaft Hannover und die Polizei am Montag mit.

Die Behörde verglich darin die Spuren aus Hannover mit denen ähnlicher Überfälle. „Daraus geht hervor, dass dieselbe Waffe auch bei vier weiteren Taten benutzt wurde“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Darauf weisen Merkmale an den Kugeln und Munitionshülsen hin, die an den jeweiligen Tatorten sichergestellt wurden. Experten des Bundeskriminalamtes konnten dem Stöckener Täter auch Überfälle auf Supermärkte in Hannover-Ricklingen, Burg (Sachsen-Anhalt), Hamm (Nordrhein-Westfalen), Bottrop (Nordrhein-Westfalen) nachweisen. 

Die Taten in Stöcken, Ricklingen, Hamm, Bottrop und Burg (Sachsen-Anhalt) verbindet aber noch ein weiteres Merkmal: Bei jedem Überfall nahm der Täter billigend in Kauf, wie in Stöcken Menschen zu töten oder auch schwer zu verletzen. Im Februar schoss er mit seiner Waffe in den Fußraum des Kassenbereiches in einem Supermarkt in Hamm, weil die Kassierin ihm das Geld aus der Kasse nicht schnell genug aushändigte.

Der Gesuchte hatte den NP-Markt an der Weizenfeldstraße in Stöcken am Abend des 4. Dezember überfallen und dabei den 21-jährigen Joey K. erschossen. Der junge Mann hatte vergeblich versucht, den Täter zu überwältigen. Ein weiterer Kunde (29 Jahre) wurde schwer verletzt. Nur einen Tag später überfiel vermutlich derselbe Mann einen Supermarkt an der Weetzener Landstraße in Hemmingen. Der Täter ist seitdem auf der Flucht.

Die Fahnder der Polizei halten es für möglich, dass der Supermarkträuber spielsüchtig ist und durch die Überfälle seine Sucht finanziert. Für diese Theorie spricht, dass er einen Tag nach dem Raubmord in Stöcken, bei dem er ohne Beute flüchten musste, in Hemmingen erneut zugeschlagen hatte. Ein Verdächtiger, den das SEK der Polizei zwischenzeitlich festgenommen hatte, konnte ein wasserdichtes Alibi vorweisen und wurde wieder freigelassen.

Polizei sucht nach Ford Focus

Nach der Festnahme des Falschen konzentrieren sich die Ermittlungen unter anderem auf einen dunklen Ford Focus Kombi. Ein Zeuge hatte den Wagen am 4. Dezember gegen 19 Uhr, also etwa eine Stunde vor dem Überfall auf den Stöckener Supermarkt in der Weizenfeldstraße gesehen. Der Hinweisgeber hatte einen Mann beobachtet, der ein Fahrrad aus dem Kofferraum des Fahrzeugs auslud.

Der Ford stand am Ende des von der Gemeindeholzstraße abgehenden Stichwegs im absoluten Halteverbot.

Der Standort des mutmaßlichen Fluchtwagens. Quelle: OpenStreetMap

Der mutmaßliche Raubmörder ist 40 bis 60 Jahre alt, etwa 1,65 bis 1,75 Meter groß, spricht deutsch mit osteuropäischem Akzent, ist korpulent und hat kurze blonde, leicht grau melierte Haare. Er gilt als sehr gefährlich. Die Polizei rät dringend davon ab, sich ihm zu nähern. Hinweise an die Kripo unter (05 11) 1 09 55 55.

frs/tm/jki/dpa

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