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Stadt Hannover 130.000 Entdecker erkunden Region und Stadt
Aus der Region Stadt Hannover 130.000 Entdecker erkunden Region und Stadt
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20:13 04.09.2016
Von Bernd Haase
Beim Entdeckerfest trotzten Tausende Hannoveraner am Sonntag dem teils regnerischen Wetter. Quelle: Wilde
Hannover

Wasserscheu sind sie nicht wirklich, die Menschen in der Region Hannover. Obwohl am Nachmittag mehrmals heftige Regengüsse vom Himmel fielen, haben insgesamt 130 000 Menschen den Regionsentdeckertag besucht – 70.000 die zentrale Veranstaltung in Hannovers Innenstadt, 60.000 eines der 35 Tourenziele im Umland. Im Vorjahr waren es noch insgesamt 200 000 gewesen. „Die Bilanz war etwas eingetrübt, aber nicht vollends verhagelt“, sagte Regionssprecher Klaus Abelmann am Abend.

Viele hielten es so wie Regine und Dieter Peters. „Wir hoffen, dass es trocken bleibt, aber wenn nicht, haben wir wetterfeste Kleidung dabei“, sagten sie. In den ersten Stunden brauchten sie Regenjacken und Schirme nicht, genausowenig wie Marthe Simon, die mit Freunden unterwegs war und am Stand des Musiklandes Niedersachsen hängen blieb. Dort präsentierten Jakob Hermans und Kollegen unter anderem eine spezielle Konstruktion aus Trichtern und Plastikrohren, mit der man Geräusche mit dem von der Quelle abgewandten Ohr hört. „Einfach, aber genial. Ich baue das mit meiner Schulklasse nach“, sagte die Lehrerin. Ohnehin drehte sich dieses Mal vieles um die Ohren – „Hergehört“ lautete das Motto des diesjährigen Entdeckertages.

Gegen 14 Uhr, als Moderator Jan Sedelies auf der Bühne der Region auf dem Opernplatz gerade die Siegerehrung für den Fahrradwettbewerb Stadtradeln kommentierte, wurden die Besucher zum ersten Mal heftig gewaschen. Wer nun glaubte, die Veranstaltung sei nun ins Wasser gefallen, der irrte: Die Passanten drängten sich unter die schützenden Aufbauten der Stände oder in die geöffneten Kaufhäuser. Sobald es wieder trocken war, füllten sich Opernplatz, Kröpcke und Georgsplatz wieder. „Wir mussten keine der Veranstaltungen absagen“, erklärt Abelmann.

Das war, wie Regionspräsident Hauke Jagau hervorhob, nicht zuletzt den rund 2000 Mitwirkenden und Helfern zu danken, von denen viele mit zwei wichtigen Arbeitsutensilien zu Gange waren: Eimer und Wischlappen. Immer wieder mussten sie Tische, Bänke oder Gerätschaften trockenrubbeln.

Vielfältig wie die Region selbst war das Musikprogramm auf den insgesamt sechs Bühnen. Zum Auftakt gegen 10 Uhr spielte auf der Regionsbühne der Jagdhornbläserchor Calenberger Land, zwischendurch waren das Duo Milou und Flint sowie die sehr launige Spielvereinigung Linden-Nord zu hören. Am Ende, als gerade ein Gewitter durchgezogen war, bestritt der Sänger Max Mutzke mit einer fetzigen Mischung aus Pop, Soul und Jazz den Schlussakkord. Da war es dann wieder voll auf dem Opernplatz, und spätestens jetzt ließ sich die Stimmung dieses in jedweder Hinsicht sehr abwechslungsreichen Tages in zwei Worten zusammenfassen: feucht-fröhlich.

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