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Stadt Hannover So helfen Menschen mit Behinderung anderen Betroffenen
Aus der Region Stadt Hannover So helfen Menschen mit Behinderung anderen Betroffenen
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20:50 05.02.2019
Ziehen Bilanz nach einem Jahr Teilhabeberatungsstellen: Andrea Hanke (von links), Sylvia Thiel, Jana Petersen, Thomas Dyszack und Veronika Breuer. Quelle: Johanna Stein
Hannover

Wenn Menschen mit Behinderung Eingliederungsleistungen beantragen wollen, ist das mit viel Aufwand, Bürokratie und einigen Behördengängen verbunden. Um diese Menschen besser zu unterstützen, fördert der Bund seit einem Jahr die sogenannten Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTBs). Dort beraten meist Menschen, die selbst eine Behinderung haben, andere Betroffene. Der Verein Selbstbestimmt Leben Hannover ist eine von sechs solcher Beratungsstellen in der Region. Die Beraterinnen Jana Petersen und Veronika Breuer haben am Dienstag ihre Arbeit im Sozialausschuss der Region vorgestellt.

600 Ratsuchende in 2018

Das Konzept „Von Betroffenen für Betroffene“ sei besonders wichtig für die Ratsuchenden, sagt Petersen. „Sie fühlen sich bei uns zum ersten Mal richtig verstanden“, sagt die 27-Jährige, die selbst seit einem Schlaganfall in der Kindheit im Rollstuhl sitzt. Gemeinsam mit vier weiteren hauptamtlichen Mitarbeitern bei Selbstbestimmt Leben bietet sie Beratungen zu allen Fragen rund um das Leben mit Behinderung an und unterstützt Betroffene auch bei Anträgen. Rund 600 Menschen suchten im vergangenen Jahr Rat bei dem Verein.

„Die Arbeit der Beratungsstellen ist unglaublich wichtig“, sagt Andrea Hanke, Regionsdezernentin für Soziale Infrastruktur. Sehr sinnvoll sei es auch für Betroffene, sich beraten zu lassen, bevor sie einen Antrag auf Leistungen stellen, ergänzt Thomas Dyszack, der bei der Region für Eingliederungshilfe zuständig ist. „So können sie unnötige bürokratische Prozesse umschiffen und schnell die für sie richtige Hilfe bekommen“, sagt er. Derzeit erhalten rund 10.000 Menschen in der Region Eingliederungsleistungen.

Auch die Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Region, Sylvia Thiel, ist von dem Konzept der Beratungsstellen überzeugt: „Das wichtigste ist, dass diese Beratung unabhängig, kostenfrei und niedrigschwellig ist“, sagt sie.

Von Johanna Stein

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