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Stadt Hannover Tuifly fliegt am Sonntag wieder nach Plan
Aus der Region Stadt Hannover Tuifly fliegt am Sonntag wieder nach Plan
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15:44 09.10.2016
Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Nach den massiven Flug-Ausfällen der letzten Tage herrscht ab heute wieder Regelbetrieb bei Tuifly. Wie das Unternehmen am Sonnabendabend mitteilte, können voraussichtlich alle 114 Flüge am Sonntag planmäßig stattfinden – einschließlich der Flüge von und nach Griechenland.

Auch in Hannover können die Passagiere aufatmen. "Wir starten heute mit allen geplanten Flügen", erklärte Tuifly-Unternehmenssprecher gegenüber der HAZ. Auch an den nächsten Tagen laufe der Flugbetrieb nach aktuellem Erkenntnisstand nach Plan. Vereinzelt kann es noch zu Verzögerungen kommen. Die Zahl der Krankmeldungen gehe weiter zurück, sagte der Sprecher.

In der vergangenen Woche hatten zahlreiche Flüge wegen kurzfristiger Krankmeldungen gestrichen werden müssen. Allein am Samstag wurden mehr als 100 Verbindungen gestrichen. Vor einer Woche war bekannt geworden, dass Tuifly in eine neue Dachholding unter Führung von Etihad integriert werden soll. Vertreter der Arbeitnehmer befürchteten Jobverluste und kritisierten unkonkrete Informationen. Seitdem hatten sich viele Besatzungen krank gemeldet. Tausende Passagiere waren betroffen.

Am Freitag kam Tui den Forderungen der Arbeitnehmer mit einer mindestens dreijährigen Standort- und Tarifgarantie entgegen. In den kommenden Wochen soll im Unternehmen weiter über einen Umbau der Airline gesprochen werden. "Die Belegschaft ist froh, dass jetzt ein Dialog eintritt", sagte Karin Grobecker, Betriebsratschefin des Tuifly-Bodenpersonals, am Sonntag. Das Thema sei aber noch nicht ausgefochten. "Da muss jetzt verhandelt werden." Nach Angaben des Reisekonzerns Tui soll am Montag eine weitere Gesprächsrunde stattfinden, nach und nach werde das Konzept dann in Ausschüssen besprochen.

Keine Entschädigung für Flugausfälle

Für Ärger sorgt noch die Ankündigung des Tui-Konzerns, keine Entschädigungen an Passagiere zahlen zu wollen. Er beruft sich auf höhere Gewalt, Reiserechtler zweifeln das an. Tourismusforscher gehen nach den massiven Flugausfällen der Vortage von einem kurzfristigen Imageschaden aus. Derzeit sei der Schaden relativ groß, sagte Rainer Hartmann von der Hochschule Bremen. Potenzielle Kunden würden das aber - wie in vielen Bereichen des Tourismus - auch schnell wieder vergessen. Gerade bei der Wahl von Fluglinien achte man vor allem auf Sicherheit und auf den Preis. Tausende Passagiere waren in den vergangene Tagen von Ausfällen und Verspätungen betroffen.

dpa/ewo

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