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Das ist der GoSportsDay auf dem Opernplatz

Turn-Klubb zu Hannover Das ist der GoSportsDay auf dem Opernplatz

Rund 100.000 Hannoveraner, sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok, treiben Sport in Vereinen. Weitere 100.000, grob geschätzt, würden sich außerhalb von Vereinen sportlich betätigen. Doch genug ist nicht genug – und darum eröffnete Schostok am Sonnabend den GoSportsDay auf dem Opernplatz. 

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Quelle: Lobback

Hannover. Ziel der Veranstaltung ist, Kinder und Jugendliche verstärkt für Trend- und Traditionssportarten zu begeistern – und ihnen eine Vereinsmitgliedschaft schmackhaft zu machen. Junge TKH-Cheerleader, Jazzdancer und Headis-Artisten, die mit übergroßen Bällen Tischtennis per Kopf spielen, rockten die Bühne; an Kletterwand und Kletterkisten, Streetball-Körben und Fahrradergometern konnte jeder junge Besucher seine eigenen körperlichen Fähigkeiten erproben.

Die erste Mittagsstunde war es noch halbwegs trocken, doch der dann einsetzende Regen vertrieb die Laufkundschaft vom Opernplatz. Immerhin hatte TKH-Turner Andreas Toba da bereits erzählt, dass er nach seinem Kreuzband-Riss bei Olympia 2016 in diesem Jahr noch weitere Operationen über sich ergehen lassen musste – unter anderem wegen einer Knieinfektion – und erst 30 bis 40 Prozent seiner Wettkampfstabilität wiedererlangt hat.

Organisiert haben die Auftaktveranstaltung der GoSports-Projektreihe, an der fünf niedersächsische Kommunen beteiligt sind, der Landessportbund (LSB) mit der Sportjugend Niedersachsen, die Barmer Krankenkasse und der Turn-Klubb zu Hannover (TKH). Derzeit existieren in Niedersachsen 9521 Sportvereine, sagte Norbert Engelhardt vom LSB; aktuell sind dort 835000 Kinder und Jugendliche aktiv. Die Schwierigkeit sei, Kinder aus problematischen sozialen Milieus einzubinden: „Hier können auch attraktive Trendsport-Angebote helfen.“ Zur finanziellen Unterstützung gebe es neben Teilhabe-Paketen wie in Hannover auch Förderprogramme des LSB, mit denen der Verband beispielsweise Schwimmkurse fördere. Ein offenes Geheimnis ist es, dass manche Vereine Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien vorübergehend die Mitgliedsbeiträge erlassen.

Stolz auf die Mitgliederentwicklung von jungen Leuten in seinem Verein ist der TKH-Vorsitzende Hajo Rosenbrock. So sei deren Zahl von 2014 bis heute von 1700 auf 2300 gestiegen. „Das funktioniert mit Angeboten wie Trampolinspringen, Ballett, Crosstraining oder Parcours, aber auch mit Klassikern wie der Leichtathletik.“ Der Tennissport habe ein Comeback erlebt, und auch Basketball sei bei den jungen Vereinsmitgliedern beliebt – begünstigt durch die Basketball-Grundschulliga in der Region Hannover, an der wechselweise 20 bis 30 Schulen teilnehmen.

Stefan Schostok muss niemand mehr zum Jagen tragen. Nach eigenem Bekunden hat er nach starken Leistungen als Jugendlicher und einer nachfolgenden Schwächeperiode wieder zum Sport gefunden: „Ich laufe, schwimme, spiele Tennis, fahre Rad und spiele Fußball.“ Es müsse aber niemand Angst haben, dass seine Oberbürgermeister-Tätigkeit darunter leidet: Schließlich erhöhe Sport die Leistungsfähigkeit in allen Bereichen.

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