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Stadt Hannover Polizei prüft 19 weitere Fälle nach Raubmord
Aus der Region Stadt Hannover Polizei prüft 19 weitere Fälle nach Raubmord
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13:33 12.12.2014
Spurensuche in Hannover: Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Raubmörder läuft auf Hochtouren. Quelle: dpa
Hannover

Bei den Beamten der Ermittlungsgruppe "Discounter" sind inzwischen 140 Hinweise auf den gesuchten mutmaßlichen Raubmörder von Stöcken eingegangen. "Sie werden jetzt nach und nach abgearbeitet – das bedeutet eine Menge Arbeit für die Kollegen", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Die Ermittler überprüfen bei insgesamt 19 Fällen, ob es einen Tatzusammenhang mit dem Stöckener Fall gibt. Der Gesuchte hatte am vergangenen Donnerstagabend einen NP-Markt überfallen und dabei den 21 Jahre alten Joey K. erschossen, eine weitere Person wurde verletzt.

Unter den Fällen, die von den Ermittlern jetzt untersucht werden, ist auch ein Raubüberfall auf einen Supermarkt in Hamm. Die Tat weist deutliche Parallelen zu dem Überfall in Stöcken auf. "Wir sind uns bereits ziemlich sicher, dass er das auch war“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge.

Am 24. Februar dieses Jahres hatte dort ein ebenfalls 45 bis 55 Jahre alter Mann einer Kassiererin in den Fuß geschossen, als sie dem Räuber nicht schnell genug das Geld aus der Kasse gab. Zuvor hatte sich der etwa 1,70 Meter große Täter, der mit osteuropäischem Akzent sprach, wie ein normaler Kunde verhalten und war mit Waren an die Kasse gegangen. Dort zog er dann eine Waffe. Nach der Tat flüchtete er genau wie in Stöcken und Hemmingen mit einem Fahrrad. Die Ermittler in Nordrhein-Westfalen fahnden seitdem öffentlich nach ihm. Mitte Mai setzten sie eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro für Hinweise aus, die zu seiner Ergreifung führen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft untersuchen Kriminalisten auch, ob eine beim Supermarkt-Überfall in Stöcken abgegebene Kugel einer bereits in einem anderen Fall bekannten Waffe zugeordnet werden kann. Besonders schwierig seien die Ermittlungen, da es eine Vielzahl von Überfällen auf Supermärkte gebe und viele Täter ähnlich dabei vorgingen, sagte Klinge. Dennoch setze die Polizei alles daran, den Mann möglichst schnell zu fassen, da er besonders rücksichtslos und brutal vorgehe. „Man muss sich nur überlegen, dass der Täter einen Menschen tötet und am nächsten Tag direkt wieder einen Markt überfällt, weil er bei der Tat in Stöcken seine Beute liegengelassen hatte“, sagt Klinge.

Von Tobias Morchner und Jörn Kießler

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