Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Kröpcke: "Alle Fahrgäste die Station verlassen"
Aus der Region Stadt Hannover Kröpcke: "Alle Fahrgäste die Station verlassen"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:29 15.06.2016
Die Üstra testet die Lautsprecher am Kröpcke - mit einer Warndurchsage. Quelle: Archiv
Hannover

Auf ihrer Facebookseite teilten die Verkehrsbetriebe bereits am Dienstag mit, was die Bahnkunden in der unterirdischen Station am Kröpcke am Mittwoch erwarten würde: ein Probealarm, der durch alle Lautsprecher der unterirdischen Station verkündet werden soll. Um Unsicherheiten oder gar eine möglicherweise aufkommende Panik schon im Vorfeld zu verhindern, hieß es: "Dies ist nur ein TEST - ihr könnt gern in der Station bleiben und die nächste Bahn nehmen".

In den ersten Reaktionen der Bahnkunden war bereits zu erkennen, dass die Aktion für einige Verwirrung sorgt. Ob man den Test der Lautsprecher nicht mit einer anderen Durchsage machen könne, heißt es da mehrfach. Schließlich sorge ein Alarm-Text sicherlich für Unruhe unter den Menschen. Antwort der Üstra: "Auch wir haben uns gefragt, ob der Test nicht mit einem anderen Text erfolgen kann. Jedoch muss dieser Funktionstest der Evakuierungsanlage gemäß der Vorschriften mit einer Evakuierungsansage erfolgen."

In der Tat muss die Üstra aufgrund einer amtlichen Vorschrift exakt diesen Wortlaut durch die Lautsprecher schicken, damit alles seine Ordnung hat. Das bestätigte Üstra-Sprecher Udo Iwannek auf Nachfrage. Diesen Test muss das Unternehmen sogar in einem Abstand von drei Monaten regelmäßig wiederholen. Bislang ging das Prozedere jedoch immer recht unbemerkt vonstatten. Diesmal hatte sich die Üstra jedoch entschlossen, bereits im Vorfeld offensiver damit umzugehen - aus Anlass der jüngsten Terroranschläge, etwa in Orlando. Damit die Fahrgäste den Test nicht für einen echten Alarm hielten, informierte das Unternehmen vor Ort über die Maßnahme: durch weitere Lautsprecherdurchsagen und durch Mitarbeiter der Üstra und des Sicherheitsdienstes Protec vor Ort. Nach Angeben der Üstra war der Test nach zehn Minuten beendet und verlief ohne besondere Zwischenfälle. 

Wenngleich die von einigen Kunden befürchtete Panik also ausblieb, hatte der Test zumindest im Vorfeld für Verwirrung gesorgt. Ein Facebook-Nutzer fasste die Situation am Dienstag in passenden Worten zusammen: "Eine Ansage 'Wir wünschen allen Fahrgästen Frohe Ostern' sollte für einen Test auch ausreichen und würde höchstens ein Lächeln anstatt Panik verursachen ;) Aber so sind sie halt, die Gesetze..."

mic

Diskutieren Sie mit! Dieser Artikel ist zum Kommentieren freigegeben

Jeden Tag werden hier auf HAZ.de ausgewählte Artikel zum Kommentieren freigegeben. Bis zu drei Tage nach Veröffentlichung des Textes können Sie mitdiskutieren. Sie finden die Anmeldung und die bereits abgegebenen Kommentare etwas weiter unten auf dieser Seite. Viel Spaß beim Kommentieren!

Stadt Hannover Continental am Pferdeturm - „Ein neues Tor zur Stadt“

Hannover kann sich über den Zuschlag für den Neubau der Conti-Zentrale freuen. Im Rennen mit der Stadt Garbsen hatte die Landeshauptstadt nicht nur infrastrukturell die Nase vorn. Viele Ratspolitiker zeigten sich über die Entscheidung des Dax-Konzerns mehr als positiv.

17.06.2016

Sport, Lärm und ein Anwohner: Ein Reihenhausbesitzer aus der Südstadt, moralisch unterstützt von einigen Nachbarn, hat mithilfe des Verwaltungsgerichts einen kleinen Sieg über den VfL Eintracht errungen.

Michael Zgoll 14.06.2016

Der Fall Gaucke hat ihn mitgerissen: Zehn Jahre nach dem Mord an Karen Gaucke und ihrer Tochter Clara erinnert sich der frühere HAZ-Polizeireporter Stefan Wittke an den mysteriösen Fall, den gemeinsamen Besuch mit deren Eltern in der Wohnung und ein Detail, das ihn lange nicht losgelassen hat.

17.06.2016