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Stadt Hannover Wer steuert die Üstra?
Aus der Region Stadt Hannover Wer steuert die Üstra?
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00:18 10.12.2018
Wer hat bei der Üstra das Sagen und steuert das Unternehmen? Der Betriebsrat versucht seine Machtposition zu behalten. Quelle: Viktoria Behr/Archiv
Hannover

Und schon wieder die Üstra. Erst vor einem Jahr steckte das Unternehmen tief im Sumpf und geriet in die Schlagzeilen. Ein vom Aufsichtsrat in Auftrag gegebenes Gutachten hatte Vetternwirtschaft, Filz und Mauscheleien aufgedeckt. Schließlich mussten die beiden Vorstände André Neiß und Wilhelm Lindenberg gehen.

Da könnte man meinen, auch dem Betriebsrat ginge es um Aufklärung. Und er würde vielleicht auch mal hinschauen, ob bei sich selbst alles sauber läuft oder in der Vergangenheit gelaufen ist. Aber weit gefehlt. Der Üstra-Betriebsrat und die Arbeitnehmervertreter sind offenbar viel zu sehr mit dem Erhalt ihrer eigenen Machtposition beschäftigt.

Für die Arbeitnehmervertreter muss eine Welt zusammengebrochen sein, als Regionspräsident Hauke Jagau und Üstra-Aufsichtsratschef Ulf-Birger Franz (beide SPD) ihre Kandidatin für den vakanten Üstra-Vorstandsposten präsentierten, ohne sich vorher mit den Üstra-Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat geeinigt zu haben. Wie es bisher eben so üblich war – übrigens in vielen öffentlichen Betrieben in Stadt und Region. Das muss nicht überall zu Filz führen, sieht aber zuweilen doch sehr danach aus.

Nun steht Üstra-Vorstandkandidatin Elke van Zadel im Feuer des Betriebsrats. Die Kompetenz der Geschäftsführerin von Regiobus und Leiterin der Verkehrsabteilung der Region ist unbestritten. Aber zum einen hat van Zadel bei Regiobus einen Stellenabbau angekündigt, zum anderen soll sie die Kooperation von Üstra und Regiobus voranbringen, was natürlich, auf lange Sicht auch mit weniger Stellen verbunden wäre. Und ein weiterer Vorstandsposten, der neben dem von Vorstandschef Volkhardt Klöppner von der Region besetzt werden wird, schwächt zudem die Position des dritten Vorstands Denise Hain. Die ehemalige Betriebsratsvorsitzende war vor einem Jahr von den Arbeitnehmern in den Vorstand entsandt worden. Sie will an der Parität festhalten.

Jagau und Franz werden ihren Personalvorschlag dennoch durchsetzen. Ob mit der lang geübten Einvernehmlichkeit im Aufsichtsrat – oder eben nicht. Der Region geht es um die Zukunftsfähigkeit seiner beiden Verkehrsunternehmen. Vor allem die Üstra ist für Hannover ein wichtiger Standortfaktor. Sie braucht ein Management auf der Höhe der Zeit.

Natürlich ist es gut, wenn sich Betriebs- und Personalräte energisch und engagiert für die Rechte der Mitarbeiter einsetzen. Aber sie haben kein politisches Mandat. Dass sich der Üstra-Betriebsrat immer wieder an Personalien festbeißt, oder wie vor einem Jahr mit dem angedrohten Fackelmarsch für den früheren Vorstand Lindenberg die Richtung vorgeben will, wird auch von immer mehr Üstra-Mitarbeitern kritisch beobachtet. Statt lähmender Personaldebatten braucht das Unternehmen einen Aufsichtsrat, in dem alle Mitglieder am besten und effektivsten Zukunftsweg für den Nahverkehr konstruktiv mitarbeiten wollen. Haben die Arbeitnehmervertreter dazu noch die Kraft?

Von Mathias Klein

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