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Stadt Hannover Urlauber verklagen Tui wegen Kinderlärm im Hotel
Aus der Region Stadt Hannover Urlauber verklagen Tui wegen Kinderlärm im Hotel
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11:02 28.02.2017
Von Michael Zgoll
Das Ehepaar wollte seine Ruhe haben - doch daraus wurde nichts. (Symbolbild) Quelle: dpa
Hannover

Zwei Großeltern, die sich daheim viel um ihre Enkel kümmern, wollten sich ausgiebig erholen und einen ruhigen Urlaub an der türkischen Ägäisküste verbringen. Deshalb wählten sie für ihre Flugpauschalreise – mit Bedacht – ein Hotel in Kusadasi, das mit dem Zusatz „ab 17 Jahre“ warb. Doch was sie während ihres zehntägigen Aufenthalts im Frühjahr 2016 erlebten, war alles andere als entspannend. Wie die 63 und 61 Jahre alten Kläger im Zuge eines derzeit am Amtsgericht Hannover ausgetragenen Verfahrens gegen den Reisekonzern Tui monierten, seien in dem Hotel bis auf wenige Ausnahmen Familien mit Babys und Kindern unter zehn Jahren untergebracht gewesen. Auch hätten chinesische Tagestouristen und türkische Kinder-Fußballmannschaften das Büfett derart geplündert, dass sie sich an mehreren Tagen anderweitig verpflegen mussten.

Mehrere Mängel beanstandet

Die Kläger aus Schwerin wollten deshalb den Reisepreis komplett erstattet bekommen. Ihre Rechnung: Der Urlaub kostete 994 Euro, davon machten sie die Hälfte als Minderung wegen diverser Mängel geltend und 500 Euro aufgrund entgangener Urlaubsfreuden. Die Tui hatte ihnen im Vorfeld eine Entschädigung von 200 Euro angeboten.

Die Liste der behaupteten Unzulänglichkeiten während des All-inclusive-Aufenthalts im Doppelzimmer mit Meerblick endete nicht bei Kinderlärm und ausgedünntem Büfett. Die Toilette und eine Steckdose in ihrem Bad seien locker gewesen, so die Kläger, sie hätten in ihrem Zimmer nur ein TV-Programm empfangen können, und nachts sei der Kinderlärm durch stampfende Discobeats ersetzt worden. „Der Urlaub ist voll danebengegangen“, formulierte es der 63-Jährige, die erhoffte Erholung sei ins Wasser gefallen.

Einigung auf einen Vergleich

Wie Zivilrichterin Catharina Erps sagte, hatten die Reisenden tatsächlich einen Anspruch auf ein „Ü17-Hotel“: „Wenn man als Reiseveranstalter damit wirbt, muss man das auch einhalten.“ Allerdings machte sie dem Paar klar, dass sie dessen Forderungen nicht in Gänze stattgeben werde. Erfahrungsgemäß halten sich Urlauber auch außerhalb des Hotels auf und können sich beispielsweise am Strand erholen. So schlossen die Parteien schließlich einen Vergleich, der von ihnen binnen drei Wochen bestätigt werden musste; demnach wird die Tui den Großeltern einen Reisegutschein im Wert von 400 Euro zukommen lassen.     

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