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Stadt Hannover Brutale Fußballspieler müssen zahlen
Aus der Region Stadt Hannover Brutale Fußballspieler müssen zahlen
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06:00 29.08.2017
Von Michael Zgoll
Symbolfoto Quelle: dpa
Hannover

Dass Fußballspieler gelegentlich die Sportarten durcheinanderbringen und mit Fausthieben agieren, gehört zum traurigen Alltag auf Fußballplätzen – vor allem in den unteren Klassen. Bei zwei verschiedenen Begegnungen hatten drei Spieler eines Kreisliga-Altherren-Teams von Iraklis Hellas auf Gegenspieler eingeprügelt, einen Zuschauer am Kehlkopf verletzt und Morddrohungen gegen einen Schiedsrichter ausgestoßen. Zwar stellte Richter Lars Römermann die Verfahren ein, jedoch müssen die drei Fußball-Rowdys Geldstrafen zwischen 200 und 500 Euro an gegnerische Spieler zahlen.

Prügel mit dem Stollenschuh

Der erste Kick, der aus dem Ruder lief, war die Begegnung der Alten Herren von Iraklis gegen den SC Ayyildiz im Mai 2016. Bei der Begegnung ging es hitzig zu, der Schiedsrichter verteilte etliche gelbe und rote Karten. Besonders viel einstecken musste Stavros A. (34). Der frühere Vertragsamateur von 96, der irgendwann auf die schiefe Bahn geraten war, ist in seiner Klasse immer noch einer der Besten – und muss sich deshalb immer besonders vieler Attacken erwehren. Als A. in der 88. Minute erneut gefoult wurde, verloren er und zwei Mitspieler die Fassung. Der 34-Jährige hieb mit einem Stollenschuh auf den Kopf eines Ayyildiz-Kickers ein, Mitspieler Özgür K. (34) benutzte seine Fäuste, und Muhammed O. (33) prügelte auf einen anderen Fußballer von Ayyildiz ein.

Das Sportgericht hatte gegen die drei unbeherrschten Spieler schon vorab je zwei Monate Sperre verhängt, außerdem mussten sie je 50 Euro Geldstrafe zahlen. Auch ihr Verein Iraklis Hellas wurde mit 100 Euro zur Kasse gebeten. Aufgrund des gestrigen Einstellungsbeschlusses des Amtsgerichts wird es für die Altherren-Sportler nun noch deutlich teurer: Stavros A. muss seinem Opfer 500 Euro überweisen, Özgür K. dem gleichen Ayyildiz-Kicker 200 Euro und Muhammed O. 300 Euro an einen anderen Gegenspieler.

Griff an die Kehle

Die zweite Spiel, das entgleiste, war die Altherren-Kreisliga-Partie von Iraklis Hellas gegen Germania Grasdorf im September 2016. Kurz vor Spielschluss hatten die Grasdorfer das vorentscheidende 5:3 erzielt – ein strittiges Tor, das bei Stavros A. und Muhammed O. die Sicherungen durchbrennen ließ. A. baute sich vor dem Schiedsrichter auf und bedrohte ihn mit den Worten: „Wenn ich dich sehe, steche ich dich ab.“ Sein Mitspieler O. wurde gegen einen Zuschauer, der ebenfalls als Schiedsrichter tätig ist und seinem Kollegen zur Hilfe eilte, handgreiflich. Im Zuge eines Gerangels packte er den 18-Jährigen mit der Hand so heftig an den Kehlkopf, das dieser Schluckbeschwerden bekam und einen Arzt aufsuchen musste. Das Sportgericht sperrte A. ein ganzes Jahr, O. ein halbes.

„Der Breitensport nimmt aufgrund solcher Übergriffe erheblichen Schaden“, sagte der Richter zu den Angeklagten, die sich für die Attacken entschuldigt hatten. Von Sportsgeist, so Römermann, sei bei solch undiszipliniertem Verhalten rein gar nichts mehr zu spüren.     

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