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Stadt Hannover Mann wegen Kinderpornos auf dem Smartphone verurteilt
Aus der Region Stadt Hannover Mann wegen Kinderpornos auf dem Smartphone verurteilt
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00:18 15.07.2018
Das Amtsgericht in Hannover. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie verurteilte das Amtsgericht einen 43-jährigen Mann aus Linden zu acht Monaten Bewährungsstrafe. Im Zuge einer Ermittlung in Süddeutschland war die Polizei auf den Mann aufmerksam geworden. Er hatte unter anderem über den Nachrichtendienst Whatsapp entsprechendes Material getauscht. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten 115 Bilder sicher, die unter anderem gefesselte und geknebelte Kinder zeigen. Die Fotos waren in einer versteckten App gespeichert.

„Der Fall ist als besonders verwerflich zu bewerten, weil hier Kinder geschädigt wurden, weit über das Maß was wir hier sonst zu sehen bekommen hinaus“, befand die zuständige Staatsanwältin. Der Angeklagte selbst räumte die Tat ein, gab jedoch an, von dem gezeigten Missbrauch nichts gewusst zu haben. Er habe die Fotos im Zuge eines Bildertauschs in größeren Paketen heruntergeladen und nicht jedes angesehen.

Angeklagter war selber Opfer sexuellen Missbrauchs

Sichtbar aufgewühlt, mit zitternden Händen und anfangs unsicherer Stimme versuchte der angestellte Raumverwalter einer öffentlichen Einrichtung, dem Amtsrichter Burkard Littger zu erklären, wie es zu der Straftat kommen konnte. Als Kind sei er selber im Stadionbad Opfer sexuellen Missbrauchs durch einen Unbekannten geworden. Als Jugendlicher wurde er schwer alkoholabhängig, ist heute nach mehreren Therapien trocken.

Durch den Alkoholismus sei er zeitweise impotent geworden, woraufhin sich eine langjährige Lebenspartnerin von ihm getrennt habe. „Ich sehe immer wieder diesen Mann vor meinen Augen“, sagt er. In seinem Urteil verwies der Richter auf die besondere Verantwortung, die aus der mutmaßlichen Neigung des Täters erwachse. „Wer so eine Neigung hat, muss sie im Griff halten“, so Littger. Neben der Bewährungsstrafe muss der Verurteilte an einem Therapieprogramm zur Prävention von Kindermissbrauch teilnehmen und 3000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen.

Von Mario Moers

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