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Stadt Hannover Christen spenden Gebetbücher
Aus der Region Stadt Hannover Christen spenden Gebetbücher
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00:17 02.06.2017
Von Simon Benne
Wichtige Geste: Karin Haufler-Musiol und Ursula Rudnick vom Verein Begegnung überreichten die Gebetbücher an Ingrid Wettberg und Rabbiner Gabor Lengyel (v.l.) Quelle: Benne
Hannover

Ihre persönliche Bilanz des Luther-Jahres fällt ziemlich positiv aus. Das ist nicht selbstverständlich, schließlich war der Reformator ein "glühender Antisemit", wie Ingrid Wettberg sagt, die Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde. Es sei aber befreiend zu sehen, dass die Kirche sich Luthers Judenhass kritisch stelle: "Auf den Kanzeln sprach man jetzt vielerorts klare Worte - endlich", sagt sie zufrieden.

Passend zum Schawuot-Fest, bei dem Juden an den Empfang der Zehn Gebote durch Moses am Berg Sinai erinnern, bekam ihre Gemeinde jetzt 80 kostbare Gebetbücher geschenkt: Der Verein "Begegnung Christen und Juden" hat insgesamt 6000 Euro für Bücher und Tora-Mäntel gesammelt. "Wir wollen damit ein Zeichen der Verbundenheit setzen", sagt Vereinsvorsitzende Karin Haufler-Musiol. Die Judenfeindschaft sei der "Geburtsfehler des Christentums",  erklärte Vereinsgeschäftsführerin Ursula Rudnick bei der Übergabe der Bücher an Ingrid Wettberg und Rabbiner Gabor Lengyel. Im Schawuot-Gottesdienst kamen die Bücher erstmals zum Einsatz. Die Spende, sagt Wettberg, sei ein besonderes Zeichen: "Mehr Symbolkraft ist fast nicht möglich."

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