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Stadt Hannover Das war beim verkaufsoffenen Sonntag in der City los
Aus der Region Stadt Hannover Das war beim verkaufsoffenen Sonntag in der City los
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00:35 28.03.2018
Das Fahrrad stand im Mittelpunkt des verkaufsoffenen Sonntags in der City. Quelle: Philipp Von Ditfurth
Hannover

Der erste verkaufsoffene Sonntag in der hannoverschen Innenstadt hat die Erwartungen der City-Gemeinschaft erfüllt. Bei zeitweise sonnigem Wetter kamen nach Schätzung des Geschäftsführers der City-Gemeinschaft, Martin Prenzler, rund eine viertel Million Besucher in die City und in die Altstadt. „Es ist sehr gut gelaufen“, sagt Prenzler. Schon um 12 Uhr, eine Stunde vor Öffnung der Geschäfte, seien die Straßen in der Innenstadt gut gefüllt gewesen. 

Die Kaufleute seien überwiegend sehr zufrieden, berichtet Prenzler. Vor allem Textilien und Schuhe seien bei den Kunden begehrt gewesen. Unter anderem habe er von den großen Kaufhäusern Karstadt und Galeria Kaufhof positive Rückmeldungen erhalten. Dass relativ wenig Kunden in der City mit Einkaufstüten unterwegs waren, erklärt Prenzler mit dem gut funktionierenden Liefergeschäft zahlreicher Innenstadthändler. 

Prenzler bedauert, dass es in diesem Jahr lediglich zwei verkaufsoffene Sonntage geben wird. Das habe sich nach den Vorabsprachen der hannoverschen Händler für die vier möglichen Termine so ergeben. Den ersten Termin am 28. Januar habe nur Möbelhändler Staude in Hainholz zur Öffnung genutzt. Für die Innenstadthändler sei dieser Termin ungünstig gewesen, weil er noch zu dicht am Weihnachtsfest liege. Gern hätten die Innenstadthändler am 9. September geöffnet, wenn wegen des Regionsentdeckertages die City schon voll ist. Aber die Händler in den Stadtteilen hatten sich schon auf einen anderen Termin festgelegt. Der zweite verkaufsoffene Sonntag in der City findet zum Martinstag am 4. November statt.

Prenzler fordert einen anderen Umgang mit den verkaufsoffenen Sonntagen. „Acht Sonntage, wie sie der Landtag von Nordrhein-Westfalen gerade beschlossen hat, brauchen wir nicht“, sagt der Geschäftsführer der City-Gemeinschaft. „Uns würden für die Innenstadt vier Sonntage reichen, in jedem Quartal einer“, sagt er. Allerdings gebe es in Nordrhein-Westfalen eine sehr gut Lösung: Es müsse dort keinen Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag geben, das öffentliche Interesse sei ein ausreichender Anlass, erläutert Prenzler. „Das wäre auch eine gute Regelung für Hannover.“

Anlass für diesen verkaufsoffenen Sonntag ist der Beginn der Radsaison. „Wir wollen vor allem die Menschen erreichen, die noch gar nicht oder nur selten Fahrrad fahren“, sagt der Fahrradbeauftragte der Stadt, Heiko Efkes, zu Beginn der Veranstaltung. Es gehe darum, dass künftig 25 Prozent des Verkehrs in Hannover auf dem Rad stattfindet. In Hannover seien Fahrradfahrer willkommen. Es stimme nicht, dass Radfahren in der Stadt eine gefährliche Angelegenheit sei, das Gegenteil sei der Fall. 

Am verkaufsoffenen Sonntag gab es in der City mehrere Stationen, an denen Fahrräder überprüft wurden. Die HAZ verkaufte zum Sonderpreis den Hannover-Helm, den schon 10.000 hannoversche Radfahrer besitzen. Die Polizei registrierte Räder, um sie vor Diebstahl zu schützen, und vor dem Hauptbahnhof bildete sich schon um 12 Uhr eine lange Schlange vor der Fahrradwaschstation. Dort wurden den ganzen Tag Räder kostenlos gereinigt. 

Das Angebot nutzt Rosemarie Eckelt. „Ich brauche einfach ein sauberes Fahrrad“, sagt die 82-jährige Hannoveranerin. Vor drei Jahren hat sie ihr Auto verkauft, seitdem erledigt sie alle Wege auf dem Rad, egal ob zum Einkaufen oder zum Sport. „Deshalb muss das bei mir immer ordentlich sein.“

Die Aktionen in der Altstadt stehen unter dem Thema Elektromobilität. Auf einem Parcours an der Marktkirche können Elektrofahrräder und Segways ausprobiert werden. Das macht zum Beispiel Christiane Aschoff. „Du musst aufrecht stehen“, sagt Lynette Bilano von der hannoverschen Segway-Firma eco4drive zu der 27-Jährigen. „Jetzt verlagerst du dein Gewicht einfach nach vorn, und schon fährst du.“ Und die Hannoveranerin, die zum ersten Mal auf den zwei Rädern steht, hat mit dem Parcours keine Schwierigkeiten. „Das ist einfacher als gedacht und richtig cool“, sagt sie. Bei nächster Gelegenheit will sie wieder auf einen Segway steigen. 

Verkaufsoffene Sonntage und Aktionen gab es am Sonntag auch in Linden sowohl in den Einkaufsstraßen als auch auf dem Lindener Berg und am Küchengartenplatz. Dort wurde wieder das Scillablütenfest gefeiert. Auch im Nordosten Hannovers öffnete der Einkaufspark Klein-Buchholz im Stadtteil Bothfeld.

Von Mathias Klein

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