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Vermarktung des Gartenensembles begrenzt

Herrenhäuser Gärten Vermarktung des Gartenensembles begrenzt

Die historischen Gärten in Herrenhausen mit dem wieder errichteten Schloss zählen zu Hannovers herausragenden Touristenattraktionen - doch ein umfassendes Vermarktungskonzept fehlt bisher.

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Hannovers Juwel: Wie lässt es sich am besten vermarkten?

Quelle: Rainer Dröse

Hannover. „Dabei wurden schon vor vier Jahren die Voraussetzungen dafür geschaffen, eine Vermarktungsgesellschaft zu gründen“, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Er bezieht sich auf einen Passus im Haustarifvertrag der Stadtbeschäftigten, in dem es heißt, dass eine „gemeinsame Vermarktungsgesellschaft“ ermöglicht werden soll - zusammengesetzt aus Vertretern der Volkswagenstiftung, Finanzier des Schlossbaus, der Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft (HMTG) und der Stadtverwaltung.

 „Passiert ist aber nichts“, moniert Seidel. Dabei habe es immer wieder die Forderung gegeben, dass eine Art Herrenhausen-Manager die Zügel in die Hand nimmt. Selbst Kulturdezernentin Marlis Drevermann (SPD) hatte in der jüngsten Sitzung des Kulturausschuss eingeräumt, dass die gemeinsame Vermarktung weiter vorangetrieben werden müsse.

Das scheint leichter gesagt als getan. Denn für das gesamte Ensemble gibt es diverse Akteure mit unterschiedlichen Zuständigkeiten und Interessen. Da ist zum einen die Stadt Hannover, die möglichst viele Besucher in die Gärten, ins Schlossmuseum sowie zu Aufführungen in Orangerie und Galeriegebäude locken will. Zum anderen betreibt die Schloss Herrenhausen GmbH, die zum französischen Konzern Spie gehört, das Tagungszentrum im Hauptgebäude des Schlosses. Ein weiterer Akteur ist die Schlossküche, die ebenfalls ein Stück vom Herrenhausen-Kuchen beansprucht.

„Wenn nun im Garten ein Feuerwerk stattfindet, in der Orangerie ein Konzert, in der Schlossküche eine Hochzeit und im Schloss zeitgleich eine wissenschaftliche Tagung, dann dürfte es Probleme geben“, sagt HMTG-Chef Hans Nolte. Es sei also nötig, die Veranstaltungen aufeinander abzustimmen. Ob das einer Vermarktungsgesellschaft besser gelingt, mag Nolte nicht abschließend beurteilen.

Andere Kunstfestspiele: Die Kunstfestspiele sollen nach Informationen der HAZ ab 2016 eine andere Ausrichtung bekommen. Stärker als bisher sollen lokale Künstler eingebunden werden. Derzeit sucht die Stadt nach einem neuen Intendanten für das Festival in den Herrenhäuser Gärten. Erste Gespräche wurden dem Vernehmen nach bereits geführt. 800 000 Euro gibt die Stadt für das Festival aus.

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