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Stadt Hannover Fahrverbot für Elterntaxis?
Aus der Region Stadt Hannover Fahrverbot für Elterntaxis?
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10:15 01.11.2018
In der Straße An der Engesohde kommt es durch Elterntaxis vor Schulbeginn immer wieder zu gefährlichen Situationen. Quelle: Heidrich
Hannover

An der Waldorfschule am Maschsee spielen sich morgens nach wie vor noch sehr häufig chaotische und auch gefährliche Situationen ab. Das berichtet der Vorsitzende des Trägervereins der Waldorfschule, Mattias Drefs, gegenüber der HAZ. Er macht für die Situation vor allem Eltern verantwortlich, die ihr Kind möglichst dicht mit dem Auto vor die Schule bringen wollen.

Drefs schlägt vor, die Straße für die halbe Stunde vor Schulbeginn zu sperren. Die Eltern könnten dann die Kinder an der Einmündung absetzen, die Kinder dann zu Fuß gehen. Es sei darüber hinaus auch ganz sinnvoll, wenn die Mädchen und Jungen sich vor Schulbeginn ein paar Minuten bewegten, meint Drefs.

Besonders schlimm sei es vor Schulbeginn zwischen 7.30 Uhr und 8 Uhr in der Straße An der Engesohde. Dann strömen durch die enge Gasse sowohl Kinder zu Fuß und per Fahrrad, als auch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto möglichst dicht an das Gelände der Waldorfschule bringen wollen. Zwischen zwei Mauern ist die Straße so eng, dass sich dort zwei SUVs nur dann begegnen können, wenn einer den Spiegel einklappt.

Antrag im Bezirksrat

Auch die Polizei habe sich die Situation schon angesehen und von unhaltbaren Zuständen gesprochen, berichtet Drefs. Denn dort gebe es weder einen abgrenzten Rad- oder Fußweg. Er hat jetzt die Politik eingeschaltet, im Bezirksrat Südstadt-Bult haben SPD und Grüne beantragt, die Waldorfschule und auch das Montessori-Bildungshaus an der Bonner Straße in das städtische Projekt gegen Elterntaxis einzubeziehen.

Hol- und Bringzone eingerichtet

Bei der Stadt sei die Situation bekannt, sagt Sprecherin Michaela Steigerwald. Wegen des „großen Einzugsgebietes der Waldorfschule über die Stadtgrenzen hinaus kommt es an dieser Schule zu deutlich höherem Aufkommen an Elterntaxis“, berichtet die Sprecherin. Außer den Grundschulen könnten auch einige private Schulen wie die Waldorfschule oder das Montessori-Bildungshaus in das Projekt mit aufgenommen werden. Allerdings steige dort die Wahrscheinlichkeit von Elterntaxis im Vergleich zu den Grundschulen erheblich an.

Steigerwald verweist zudem auf Maßnahmen, die die Stadt bereits ergriffen hat: Die Straße an der Engesohde wurde als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen, an der Einmündung der kleinen Straße wurde eine Hol- und Bringzone eingerichtet. „Somit können Schüler auch von dort fußläufig die Waldorfschule erreichen“, sagt Steigerwald. Das scheinen aber zahlreiche Eltern zu ignorieren.

Von Mathias Klein

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