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Stadt Hannover Welche Clubs sollen einen Kunstrasenplatz bekommen?
Aus der Region Stadt Hannover Welche Clubs sollen einen Kunstrasenplatz bekommen?
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00:16 14.09.2017
Von Andreas Schinkel
Hat viele Vorteile: Der Hockey-Club Hannover in der Clausewitzstraße hat schon einen Kunstrasenplatz. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

„Es muss eine gerechte Verteilung geben“, forderte die Präsidentin des Stadtsportbunds, Rita Girschikofsky, gestern bei einer Expertenanhörung im Sportausschuss. Nicht wer am lautesten nach einem Kunstrasenplatz schreie oder die Ratspolitik am geschicktesten einspanne, dürfe zum Zuge kommen. „Die Vereine müssen die Folgekosten für die Pflege der Anlagen tragen“, sagte Girschikofsky. Auch an den Baukosten sollten sich die Vereine beteiligen.

Dortmund zahlt Betriebskosten

Wie hoch die Kosten für den Bau einer Kunstrasenfläche tatsächlich sind, darüber gehen die Meinungen auseinander. Die Stadt Dortmund hat bereits mehr als 50 Aschenplätze in Kunstrasenflächen verwandelt und veranschlagt die Kosten mit rund 400 000 Euro pro Platz. „Wir geben den Vereinen dabei viel Verantwortung“, sagt Dirk Reil, Sportdirektor Dortmunds. Die Vereine beteiligen sich am Umbau ihrer Plätze und pachten die Anlagen, sodass sie sich um die Pflege kümmern müssen. 85 Prozent der Betriebskosten erstattet die Stadt Dortmund.

In Erfurt nimmt die Kommune das meiste selbst in die Hand. Planung, Bau und Betrieb von sieben Kunstrasenplätzen hat die Stadt auf die Beine gestellt. „Am schwierigsten ist es, die Grundstücke herzurichten“, sagt Jens Batschkus, Leiter des Erfurter Sportbetriebs. Je nach Beschaffenheit der Fläche variierten die Kosten zwischen 350 000 und 700 000 Euro. Auch die Folgekosten seien zu berücksichtigen. 2,6 Millionen Euro habe die Stadt für den Umbau gezahlt, aber die Gesamtkosten einschließlich Rasenpflege über 20 Jahre und Rücklagen für eine umfassende Sanierung nach zwölf bis 15 Jahren beliefen sich auf 5,6 Millionen Euro.

Dennoch sind sich die Experten einig, dass Kunstrasenplätze klare Vorteile bieten. Das hannoversche Zentrum für Hochschulsport hat am Weddingenufer erst kürzlich einen Kunstrasenplatz gebaut. „Mit Flutlichtanlage können wir den Platz durchgehend bis 22.30 Uhr bespielen“, sagt Sebastian Knust, Leiter des Sportzentrums. Von Fußballern, Rugby- und Lacrossespielern habe man überwiegend positive Rückmeldungen bekommen. „Wir haben den Platz schon an andere Fußballvereine vermietet“, sagt Knust. Nur einmal im Monat müsse der Platz mit einer Maschine gepflegt werden. „Wir haben uns für einen hochwertigen Rasen ohne Füllmasse entschieden“, sagt Knust. Bei günstigeren Rasenvarianten liegen zerhäckselte Gummireifenreste als Granulat zwischen den Halmen.

Die Grünen wollen solche Gummi-Füllmassen ausschließen. „Das setzt sich überall fest, in den Trikots und am Ende in den Waschmaschinen“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert.

Noch kein Beschluss zu Bäderpreisen

Die Eintrittspreise für Hannovers Bäder werden zum 1. Januar 2018 steigen, so viel ist sicher. Doch wie hoch die Preise sein werden, darüber beraten sich jetzt die Ratsfraktionen. In der SPD zeichnet sich die Tendenz ab, dass Schwimmer nur geringfügig mehr bezahlen müssen, Besucher von Kursen wie Aquajogging aber stärker zur Kasse gebeten werden. Die CDU hat bereits einen Vorschlag auf den Tisch gelegt. Zur Berechnung der Eintrittspreise soll der Verbraucherpreisindex bezogen auf das Jahr 2010 herangezogen werden. Einen Beschluss haben die Sportpolitiker gestern im Ausschuss noch nicht gefasst, die SPD erbat sich Bedenkzeit.Die Stadtverwaltung hatte bereits vor Wochen ein eigenes Konzept vorgestellt. Demnach steigt der Preis für eine Erwachsenenkarte von 3,50 Euro auf 4,50 Euro, auch das ermäßigte Ticket wird um einen Euro erhöht. Kinder sollen 2,50 Euro statt 2 Euro zahlen. Ziel ist es, Mehreinnahmen von 244000 Euro pro Jahr zu erzielen. asl

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