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Stadt Hannover Weniger arbeitslose Jugendliche in der Region Hannover
Aus der Region Stadt Hannover Weniger arbeitslose Jugendliche in der Region Hannover
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17:05 01.11.2018
Hilfe bei der Berufsfindung: Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz, Regionspräsident Hauke Jagau und Sozialdezernentin Andrea Hanke ziehen Zwischenbilanz beim Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit. Quelle: Sonja Wendt
Hannover

3950 arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren gab es 2017 in der Region. Fünf Jahre lag die Zahl noch um 650 höher. Dass die Gesamtquote arbeitsloser Jugendlicher dieses Alters in dieser Zeit von 7,7 auf 6,5 Prozent gesunken ist, ist auch ein Verdienst des Programms gegen Jugendarbeitslosigkeit. Vor sechs Jahren rief die Region Hannover es ins Leben, um Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu begleiten, nach eigenen Angaben immer mit Blick auf junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Am Donnerstag stellten Regionspräsident Hauke Jagau, Jugenddezernentin Andrea Hanke und Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz die erfreulichen Ergebnisse in einer Art Zwischenbilanz vor. „Jeder junge Mensch sollte nach der Schule einen Einstieg ins Berufsleben finden können“, sagte Jagau: „Das muss der Anspruch sein.“

Da ist zum Beispiel WundA, ein Projekt, das wohnungslose Jugendliche aus der Region von der Straße holt und ihnen wieder auf die Beine hilft. 117 junge Menschen, ein Viertel davon weiblich, nahmen von Anfang 2015 bis Anfang 2018 daran teil. Rund die Hälfte von ihnen fasste wieder in einem normalen Leben Fuß, sei es durch Ausbildung, berufliche Maßnahmen, Schule oder Therapie. Es sei vor dem Hintergrund der vielen Schwierigkeiten, die die Schicksale dieser Jugendlichen kennzeichneten, ein „Riesenerfolg“, dass so viele durch WundA wieder eine Perspektive bekommen hätten, sagte Sozialdezernentin Andrea Hanke. Neben der Wohnungslosigkeit träten Sucht- und Schuldenprobleme auf.

Oder SpaTz, ein Projekt des Diakonischen Werkes Hannover, das jungen Frauen mit kleinen Kindern bei der Berufsfindung hilft, in dem es Teilzeitausbildungsplätze in Unternehmen vermittelt. Ein Musterprojekt sei das, sagte Hauke Jagau. Wenn man hier nicht helfe, hätten gerade diese jungen Mütter oft keine Chance auf eine Ausbildung und blieben dadurch langfristig abhängig von Staat oder Partner.

Insgesamt 75 Projekte für verschiedene Zielgruppen hat die Region mit dem Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit nach eigenen Angaben seit 2012 initiiert. Rund 11 Millionen Euro investierte sie dafür. Nicht nur Jugendliche mit einem problematischen Hintergrund, auch ganz normale sollen profitieren. Dafür gibt es beispielsweise die Ausbildungslotsen. Früher habe man Kfz-Mechaniker oder Friseur gelernt, heute seien die Berufsprofile viel differenzierter, sagte Jagau. Mit Hilfe der Ausbildungslotsen sollen Jugendliche besser durch den Dschungel neuer Berufe finden. An 28 Schulen habe man allein mit diesem Projekt rund 10000 Schüler in der gesamten Region erreicht, sagte Regionswirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz: „Das sind wesentliche Ansätze, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“

Von Jutta Rinas

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