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Fahren die Autos bald mit Doppel-H?

Debatte um Hansestadt-Antrag Fahren die Autos bald mit Doppel-H?

Welches Autokennzeichen kommt, wenn Hannover Hansestadt werden sollte? Das Doppel-H ist schon an Hamburg vergeben. Aber sind drei Buchstaben nicht viel zu provinziell? Oder ist das alles sowieso eine Debatte ohne Sinn?

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Im Rathaus haben fast alle Parteien Sympathien für die Idee, dass Hannover wieder Hansestadt wird.  

Quelle: HAZ-Montage

Hannover. In der Debatte um die Frage, ob Hannover wieder Hansestadt werden soll, beschäftigt ein Aspekt die HAZ-Leser besonders: Welches Autokennzeichen hätte eine Hansestadt Hannover? Das Doppel-H trägt schließlich schon die Hansestadt Hamburg.

Man kann es fußballerisch lösen, wie Hubert Rittel schreibt: „Wer in der Bundesligatabelle vorne liegt, gewinnt“. Das birgt allerdings das Risiko eines allzu häufigen Wechsels: Gerade schlägt sich die Noch-Nicht-Hansestadt Hannover ziemlich gut, während die Hansestädte Hamburg und Bremen eher unter ferner liefen spielen. Aber wenn es wieder anders läuft ... Vielleicht also doch lieber keine Fußball-Entscheidung.

Noch ist es nur ein Prüfauftrag, den die Ratsfraktionen gemeinsam gestellt haben. Doch man darf ja schonmal weiterdenken. Wenn es kein Doppel-H sein kann, wäre dann eine Drei-Buchstaben-Kombinationen besser? Die Hansestadt Rostock etwa fährt mit HRO. Aber HHA klingt überhaupt nicht nach norddeutscher Welt- und Messestadt, sondern eher nach ostdeutscher Provinz. Gemeinhin gilt schließlich die Regel: „Je mehr Buchstaben auf dem Autokennzeichen, desto kleiner der Ort“. Dass es auch immer Ausnahmen von der Regel gibt, beweist der Streit ums einfache D zwischen Dresden und Düsseldorf, den am Ende die kleinere westdeutsche Stadt für sich entschieden hat. 

Hansestadt

Was halten Sie von der Idee, dass Hannover wieder Hansestadt werden soll?

Wäre Hannovers Beitritt zum Hansebund überhaupt ein Grund zum Feiern, wie Wolfgang Wiengräbe bei Facebook schreibt? Oder ist es nichts weiter als ein „nur noch ein belangloser Namenszusatz“, wie Mathias Dreßke meint? Der neue Bund habe nichts mit der alten Handelsorganisation zu tun.

Die Verwaltung prüft jetzt erstmal den Fast-All-Parteien-Antrag. Das kann dauern. Bis dahin sollte man Touristen statt mit dem Titel „Hanse“ erst mal weiter mit echten Attraktionen wie den Herrenhäuser Gärten locken. Namen sind ja auch nur Schall und Rauch.

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