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Stadt Hannover Wie soll der Hermes-Platz in Zukunft aussehen?
Aus der Region Stadt Hannover Wie soll der Hermes-Platz in Zukunft aussehen?
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00:16 30.12.2016
Von Andreas Schinkel
„Wenn wir den Platz jetzt nicht neu gestalten, wann dann?“ Die Politik sieht angesichts des Hotelbaus die Chance auf neue Akzente. Quelle: Alexander Körner
Hannover

Neue Wohnhäuser hinter dem Bahnhof, Entfernen eines vermüllten Brunnens und zusätzliche Flächen für den Weißekreuzplatz - die Neugestaltung des Areals hinter der Raschplatz-Hochstraße könnte zum ersten Großprojekt des frisch gewählten Rates werden. Nach Informationen der HAZ haben sich die Bauexperten von SPD, CDU, Grünen und FDP verständigt, einen Ideenwettbewerb für das Gebiet in Gang zu setzen. „Anfang des Jahres wird es einen entsprechenden Antrag im Rat geben“, kündigt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke an. Die Stadt solle Architekten auffordern, sich Gedanken zu machen. Danach präsentiere man die Entwürfe den Bürgern und steige in die Diskussion ein. SPD und Grüne wollen zuvor die Bauverwaltung konsultieren.

Die städtebaulichen Konsequenzen sind weitreichend. Entsteht auf dem Andreas-Hermes-Platz eine Reihe Wohnhäuser, verringert sich die freie Fläche erheblich. Der ausladende Brunnen mit seiner häufig verschmutzten Wasserfläche müsste weichen. Dagegen scheinen sich die Stadtplaner im Rathaus noch zu sträuben.

Was wird aus dem Brunnen?

„Der Brunnen von Künstler Gustav Lange soll erhalten bleiben“, sagte Planerin Ulrike Roth kürzlich im Bezirksrat Mitte. Der Grund für die Bedenken liegt darin, dass der Künstler möglicherweise urheberrechtliche Ansprüche anmeldet. In der Ratspolitik wird daher überlegt, Lange mit dem Entwurf für einen neuen, deutlich kleineren Brunnen zu besänftigen.

Aus der CDU kommt die Idee, das Masala-Festival, das traditionell auf dem Andreas-Hermes-Platz stattfindet, auf den benachbarten Weißekreuzplatz zu verlegen. „Der Weißekreuzplatz könnte Richtung Raschplatz-Pavillon erweitert werden“, sagt CDU-Bauexperte Felix Blaschzyk. Die Friesenstraße vor dem Eingangsbereich des Pavillons sei ohnehin zu breit. Gespräche mit den Pavillon-Betreibern hat es dem Vernehmen nach bereits gegeben.

Während CDU und FDP möglichst rasch ein Konzept für den Platz entwickeln wollen, treten SPD und Grüne auf die Bremse. „Es müssen rechtliche Fragen geklärt werden“, sagt Grünen-Baupolitikerin Elisabeth Clausen-Muradian. Wenn auf dem Andreas-Hermes-Platz Wohnungen entstehen, sei zu prüfen, ob Lärmschutzrichtlinien eingehalten werden. Schließlich stünden die Häuser in der Nähe einer viel befahrenen Straße und eines Veranstaltungsortes (Pavillon). „Wir müssen die Abstände auf dem Platz prüfen“, sagt SPD-Baupolitiker Lars Kelich. Anlieferverkehr müsse berücksichtigt werden.

Investor plant Hotel

Anlass für die Überlegungen der Ratsfraktionen ist der Plan eines Investors, auf dem vorderen Teil des Andreas-Hermes-Platzes (Nähe Berliner Allee) ein Hotel zu bauen. 15 Stockwerke soll das schmale Gebäude in die Höhe ragen. „Wenn wir den Platz jetzt nicht gestalten, wenn dort ohnehin gebaut wird, wann dann?“, fragt Blaschzyk.

15 Stockwerke soll das Hotel haben, das auf dem Platz gebaut werden soll. Quelle: Illustration: Bauwo

Die gemeinsame Initiative ist in mancherlei Hinsicht ein Novum für die hannoversche Ratspolitik: Der Anstoß kommt aus der Opposition, vier Parteien setzen sich an einen Tisch - in „angenehmer Atmosphäre“, wie es heißt, und die Stadtplaner im Rathaus haben nur beratende Funktion. „Die Stadtverwaltung muss sich daran gewöhnen, dass es mehr Impulse aus dem Rat gibt, und zwar fraktionsübergreifend“, sagt Engelke. Im Rat sei ein solches Vorgehen bisher einmalig, meint der langjährige Ratsherr.

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