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Stadt Hannover Willkommen im Alltag, AfD!
Aus der Region Stadt Hannover Willkommen im Alltag, AfD!
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00:15 31.01.2017
Von Felix Harbart
Ein Teil der AfD-Politiker hat Angst vor der Arbeit in der Kommunalpolitik, meint Felix Harbart. Quelle: Symbolfoto/Archiv
Hannover

Man hätte gedacht, es würde länger dauern, bis die AfD auf die üblichen Probleme von Neu- und Protestparteien stößt. Die Basis schien breiter, die Unterstützung in einer verunsicherten Bevölkerung größer und die Zeit für Protest in einer unübersichtlichen Weltlage noch günstiger zu sein als etwa beim wundersamen Aufstieg der Piraten vor einigen Jahren. Und doch zeigen die Rechtspopulisten längst ähnliche Symptome wie damals die Netzaktivisten: Kaum, dass die Partei die Mühen der Ebene erreicht und gleichzeitig die ersten Verlockungen aufkommen, knirscht es ganz gewaltig.

Da ist zum einen die Arbeit im Rat und in den Bezirksräten. Die ist nämlich zuerst mal eines: mühevoll. Die finanzielle Entschädigung ist minimal, Ruhm kaum zu erlangen. Im Gegenteil - wer für einen Bürgeranteil an Straßenbaukosten oder mehr Ampelblitzer votiert, zieht sich beim Bäcker schon mal finstere Blicke der Nachbarn zu. Kommunalpolitik ist etwas für Idealisten - oder für Menschen, die eine politische Karriere sorgfältig planen und mit der Kärrnerarbeit beginnen.

Aufwand sei "deutlich höher, als gedacht"

In dieser Woche hat der Fraktionsvorsitzende der Rats-AfD, Christoph Wichardt, sein Amt und sein Ratsmandat zurückgegeben. Begründung: Der Aufwand sei „deutlich höher, als gedacht“. Zuvor hatte schon im Bezirksrat Döhren-Wülfel ein Vertreter sein Mandat niedergelegt. Parteichef Jörn König will nun zunächst einmal gucken, welcher der möglichen Nachrücker sich denn überhaupt bereiterklärt, in den Rat einzuziehen. Denn wie es scheint hat die Freude an der politischen Umwälzung schon ein bisschen gelitten.

Auf der anderen Seite ringt man in der Landespartei um die scheinbar attraktiven Posten in Land- und Bundestag. Denn die, so simpel ist das, sind gut dotiert und versprechen Renommee. Um diese Privilegien streiten sich Kreisverbände aus allen Teilen des Landes wie die Kesselflicker mit Landeschef Paul Hampel. Landesparteitage werden an- und wieder abgesetzt, alles übrigens analog zu den Parteifreunden etwa in Schleswig-Holstein.

Lieber nicht zu viel Empörungspropaganda

Bei alldem spielt auch ein Richtungsstreit eine Rolle: Die Hampel-Truppen, zu denen auch König zählt, wollen die Partei weit nach rechts öffnen. Zu dem Zweck verfolgt man auch in Hannover die Strategie der Provokation durch steile, oft rechte Thesen.

So, wie sich die AfD derzeit darstellt, bietet sich für die politische Konkurrenz eine einfache Strategie an: Gelassen bleiben, gut argumentieren und die AfD nicht durch zu viel Empörungspropaganda stärker erscheinen lassen, als sie ist. Und dann mal sehen, was die Populisten auf lange Sicht zu bieten haben - und wie lange ihre Motivation reicht.

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