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Stadt Hannover Wohin am Wochenende?
Aus der Region Stadt Hannover Wohin am Wochenende?
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09:17 08.05.2015
Velo-City-Night in Hannover. Quelle: von Ditfurth
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Die Stadt sattelt auf

Radfahrer und Fahrradfans haben vom Freitag bis zum Sonntag ein umfangreiches Programm vor sich, bei dem man diskutieren, sich körperlich betätigen oder einfach informieren kann. Zum Auftakt ist eine Kombination von Theorie und Praxis möglich. Um 17.30 Uhr beginnt in der Kunsthalle auf dem Faust-Gelände in Linden die sogenannte Bike Conference der Grünen zur Radverkehrsförderung. Unter den Referenten befindet sich Mikael Colville Andersen, Verkehrsexperte aus Kopenhagen. Die dänische Hauptstadt gilt seit Jahren als das Maß aller Dinge in Sachen städtischer Fahrradverkehr. Interessierte sollten über Englischkenntnisse verfügen, weil die Veranstaltung wegen der vielen internationalen Referenten in dieser Sprache abgehalten wird.

Keine Fremdsprache muss man können, um bei der nächsten Velo-City-Night mitzufahren. Die zweite Auflage der diesjährigen Fahrradsause startet heute um 20 Uhr auf dem Küchengartenplatz in Linden. Veranstalter Detlef Rehbock rechnet mit bis zu 2000 Teilnehmern, die auf abgesperrten Straßen gemeinsam auf Tour gehen wollen. Die Route ist insgesamt 31 Kilometer lang und führt dieses Mal nicht ausschließlich durch das hannoversche Stadtgebiet, sondern über Limmer, Ahlem, Letter und Seelze auf den Rathausplatz in Garbsen, wo eine Pause vorgesehen ist. Zurück geht es über Marienwerder, Stöcken, Vinnhorst und die Nordstadt wieder zum Küchengarten, der gegen 22.30 Uhr erreicht wird. Das Rahmenprogramm der Velo-City-Night beginnt wie gewohnt schon um 18 Uhr steht dieses Mal im Zeichen des kommunalen Fahrradwettbewerbs Stadtradeln.

Fahrräder werden nicht nur als Verkehrsmittel und Sportgerät, sondern zunehmend auch als Ausdruck von Lifestyle vermarktet. „Stadt Mensch & FahrRad – die Erlebnisausstellung für urbane Mobilität, Lifestyle und Technik“ heißt deshalb die Veranstaltung am Sonntag von 11 bis 17 Uhr auf dem Goseriedeplatz, die das Umweltzentrum Hannover initiiert hat. 20 Aussteller zeigen Stadt-, Design, Lasten-, Liegeräder oder Pedelecs, die man auch auf einem Parcours ausprobieren darf. Dazu haben sie Accessoires, Fahrradmode, Taschen und Körbe im Angebot. Vor allem an Kinder richtet sich eine BMX-Fahrschule; für alle gibt es ein Bühnenprogramm mit Schaueinlagen, einen Wettbewerb im Langsamradeln und die Möglichkeit, den Drahtesel an einer mobilen Waschanlage auf Hochglanz zu bringen.

Longboarder sind unterwegs: Am Sonntag um 12 Uhr starten rund 1000 Longboarder am Raschplatz zu einer 14 Kilometer langen Tour durch die Stadt. Wer mitmachen will, sollte möglichst in grüner Kleidung erscheinen. Die Runde auf den speziellen Skateboards findet im Rahmen der weltweiten „Green-Skate“-Bewegung statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Pflanzentage machen den Garten bunter

Auf diese Verkaufsbörse warten viele Gartenliebhaber jedes Jahr: Die 17. Hannoverschen Pflanzentage finden an diesem Sonnabend und Sonntag statt. 111 Gärtnereien und Fachbetriebe aus ganz Deutschland bieten im Stadtpark ihre Pflanzenspezialitäten zum Kauf an. Und die Aussteller geizen im Stadtpark traditionell nicht mit fachkundigen Ratschlägen zum Thema Gartengestaltung.

Angeboten werden in diesem Jahr unter anderen historische Duft- und Kletterrosen, Bambus, Clematis, seltene Zwiebelgewächse, tropische Nutz- und Zierpflanzen, Kakteen, australische Kübelpflanzen, Bonsais, Wasserpflanzen, Orchideen und Kiwis sowie Stauden für Sonne und Schatten. Gartengeräte und Gießkannen aus Edelstahl sowie Neuheiten für das Gemüsebeet runden das Angebot ab.

Zahlreiche Fachvereine, -verbände und Initiativen stellen sich vor. Der Fachbereich Umwelt der Stadt Hannover, der die Pflanzentage organisiert, präsentiert vor Ort seinen Ausbildungsberuf im Garten- und Landschaftsbau. An weiteren Ständen gibt es Informationen zum UN-Jahr des Bodens 2015 und die Möglichkeit, mitgebrachte Bodenproben aus dem eigenen Garten auf PH- und Nitratwerte zu untersuchen. Darüber hinaus wird über den Stadtdialog „Mein Hannover 2030“ informiert. Im Rahmenprogramm ertönt Musik mit Violinen, Bratsche und Geige im Rosencafé. Für Kinder sind Spielmöglichkeiten aufgebaut.

Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 10.000 Menschen die Pflanzentage. Geöffnet ist jeweils von 10 bis 17 Uhr, der Eintritt kostet 4 Euro. Kinder bis
14 Jahre und Schwerbehinderte mit Begleitpersonen haben freien Eintritt.

Alte Militärfahrzeuge im Straßenbahn-Museum

Historische Militärfahrzeuge aus der Zeit nach 1945 kann man sich am Sonnabend und Sonntag beim Militärfahrzeugtreffen auf dem Gelände des Hannoverschen Straßenbahn-Museum, Hohenfelser Straße 16 in Sehnde-Wehmingen, anschauen. Außerdem finden Demonstrationsfahrten statt und die aktive Truppe der Bundeswehr beteiligt sich mit einigen Exponaten an der Ausstellung. Initiiert wurde sie von dem Verband Reservisten der Deutschen Bundeswehr. Die Ausstellung ist am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7,50 Euro, Kinder bis zu einem Alter von 15 Jahren zahlen 4 Euro. Der Eintritt gilt für die Militärfahrzeugausstellung und den Besuch des Straßenbahn-Museums.

Erlebniszoo feiert mit Bier und historischem Markt

Zu 150. Geburtstag lädt der Zoo zu einem historischen Markt ein. Kunsthandwerker und Aussteller präsentieren bei Meyers Garten ihre Produkte. Zahlreiche Stände laden zum Probieren, Staunen und zu Aktionen wie einem Spargelschälwettbewerb ein. Zum ersten Mal wird der kulinarische Award „Goldener Meyer“ verliehen. Geöffnet ist Sonnabend von 10 bis 19 Uhr und Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr. Voraussetzung für den Besuch des Marktes ist der normale Zoo-Eintrittspreis. 

Ingo Siegners Rattenkinder auf der Bühne

Ferien auf der Insel Ratzekoog sind nicht das, was sich Rattenjunge Eliot für seine freie Zeit gewünscht hat. Doch wie es der Zufall will, ist auch Rattenmädchen Isabella auf der Insel einquartiert. Zusammen wehren sich die beiden gegen eine gemeine Bande und finden heraus, dass es im alten Leuchtturm spukt. Am Sonnabend, 9. Mai, um 16 Uhr, feiert das Marionettenstück „Eliot und Isabella“ nach einem Kinderbuch von Ingo Siegner Premiere. Siegner selbst wird vor Ort sein und ein paar Worte sagen. Los geht’s um 16 Uhr im Figurentheaterhaus Theatrio, Großer Kolonnenweg 5. Erwachsene zahlen 7 Euro, für Kinder kostet das Theaterstück 5 Euro. Vorbestellungen sind unter (05 11) 8 99 59 40 möglich.

Und außerdem ...

... laden Anna Grunemann und Christiane Oppermann im Rahmen der Aktion „Kunst umgehen“ am Sonnabend um 17 Uhr zur Wahrnehmungstour ein. Treffpunkt ist das Holocaust-Denkmal am Opernplatz. Die Teilnahme kostet 8 Euro.

... spielt die Junge Oper heute um 18 Uhr im Ballhof 1 die Premiere des Stücks „Münchhausen“ – ein Musiktheater von Jan Masanetz. Es gibt noch Karten für 22,50 Euro, ermäßigt 11,30 Euro. Anschließend steigt eine Premierenparty im Foyer.

... geigt Charly Neumann beim ersten Schorsenbummel des Jahres wieder in der Königsuniform von König Georg III. Das Niedersächsische Blasorchester unterstützt ihm am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr beim Bummel um das Opernhaus. 

... führt die Kantorei St. Johannis in der Neustädter Hof- und Stadtkirche die Jazzmesse von Johannes Matthias Michel auf. Als Solisten singen Hanna Jursch, Lennat Smid und Lisa Lage-Smidt. Der Eintritt kostet 12 Euro, Beginn ist Sonntag um 18 Uhr in der Roten Reihe.

... zeigt das Musiktheater Bad heute mit dem Refugees Welcome Festival seine Solidarität mit Flüchtlingen. Beginn ist am Freitag um 20 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro, 2 Euro bekommt das Camp am Weißekreuzplatz.

Offiziell ist in der Einladung nur von „Vorstandsangelegenheiten“ die Rede. Aber natürlich wissen die Aufsichtsräte der Stadtwerke Hannover, dass sie bei der heutigen Sondersitzung über die wichtigste Personalie der nächsten Jahre entscheiden sollen – die Nachfolge von Unternehmenschef Michael Feist.

Jens Heitmann 11.05.2015

Ein historisches Datum: Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs, zumindest in Europa. In Hannover herrschte an diesem Tag bereits Frieden, wie der Schriftsteller Ernst Jünger in Kirchhorst in seinem Tagebuch festhielt.

Simon Benne 11.05.2015
Stadt Hannover Pieper bleiben stumm - Alarm bei „Cobra 4“

Die Schwierigkeiten bei der Einführung der neuen Software für den Einsatzleitrechner der Feuerwehr sind gravierender als bislang bekannt. So verursachte „Cobra 4“, das ist der Name des Programms, nicht nur versehentlich am Sonnabend einen Großalarm am Flughafen.

Tobias Morchner 11.05.2015
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