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Stadt Hannover Richtfest in den Neuen Südhöfen
Aus der Region Stadt Hannover Richtfest in den Neuen Südhöfen
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00:19 30.08.2018
Es ist (an-)gerichtet: Feier bei den Neuen Südhöfen mit (v. r.) den Bauherren Jan-Michael Schmid und Wolf-Michael Schmid, Polier Philipp Marcus, Architekt Wolfgang Schneider und Arbeiter Jürgen Köhler. Quelle: Katrin Kutter
Südstadt

Große Neubauprojekte sind in gewachsenen Stadtteilen wie der Südstadt selten – meist bleiben nur Baulücken, um neue Wohnungen zu erstellen. Zwischen Großer Düwelstraße und Tiestestraße allerdings hat ein Traditionsunternehmen Platz geschaffen: Der alteingesessene Bosch-Dienst der Familie Schmid ist ins neue Gewerbegebiet am Südbahnhof umgezogen. Am alten Standort entstehen 56 Wohnungen. Zum Richtfest in der vergangenen Woche kamen nicht nur Bauherren, Architekten oder Handwerker, sondern auch viele künftige Nutzer, denn 36 Wohnungen sind schon verkauft oder reserviert.

Zum Beispiel das Ehepaar Katharina und Rainer Rühmann. Sie sind schon lange Südstadt-Bewohner, doch jetzt sind die Kinder aus dem Haus, die Wohnung an der Jordanstraße ist zu groß geworden. Sie haben sich eine 111-Quadratmter-Wohnung im dritten Stock reserviert – künftig führt ein Aufzug direkt von der Tiefgarage vor die Wohnungstür, die Grundrisse sind zeitgemäß. „Das Umfeld ist sehr attraktiv, und wir freuen uns auf den Neubau“, sagt die 49-Jährige. Ihre alte Wohnung in der Jordanstraße soll verkauft werden – denn billig sind die Wohnungen in den Neuen Südhöfen nicht. Einige Dreizimmerwohnungen kosten unter 500 000 Euro, es gibt aber durchaus auch die Dachwohnung für mehr als 600 000 Euro, bei 112 Quadratmetern.

Das Besondere an dem Projekt: Bauherr ist kein anonymer Investor, sondern die Familie Schmid selbst, die mit ihrem Kfz-Service seit 1974 dem Grundstück verbunden ist. „Wir sind keine professionellen Bauentwickler – für die Familie ist dies deshalb ein besonders wichtiger Meilenstein“, sagte Seniorchef Wolf-Michael Schmid in seiner Ansprache.

Während der Bauphase hatte es große Probleme gegeben. Wegen absackender Fundamente bildeten sich an Nachbarhäusern Risse, Bewohner mussten kurzfristig ausziehen. Schmid sprach das ehrlich an: „Es tut uns leid für alle, die beeinträchtigt waren.“ Man habe sich Mühe gegeben, die Folgen zu mindern, und sei sicher, dass nach Fertigstellung der Neubauten „eine deutlich verbesserte Situation“ entstanden sein werde – immerhin entstünden Wohnungen, wo früher ein lauter Kfz-Betrieb war. Sein Sohn Jan-Michael Schmid, der die Baustelle jetzt managt, sagte lächelnd: „Langsam fühle ich mich wie ein halber Bauingenieur.“

Trotz des Ärgers in der Gründungsphase: „Die Schmids haben alles richtig gemacht und sich gegenüber den Nachbarn sehr kooperativ verhalten“, sagte Joachim Vogel von der Immobilienkanzlei Göhmann, der die Familie vertritt. „Was wir bei diesem Projekt in Gespräche mit Nachbarn investiert haben, das habe ich noch bei keinem Bauvorhaben erlebt.“ Das Bauen mitten in der Stadt berge andere Risiken als das Bauen auf der Grünen Wiese, hatte Seniorchef Wolf-Michael Schmid kurz vor dem Richtspruch des Poliers Philipp Marcus gesagt: „Und die Tücken stecken leider oft unsichtbar im Untergrund.“

Sechs Jahre Vorbereitungszeit hat das Projekt gekostet. Nach Plänen der Architekten ASP entsteht nun eine moderne Stadtquartiers-Bebauung mit grau-gelblicher Verklinkerung, bodentiefen Fenstern und für alle Einheiten Balkonen oder Terrassen. Es sei „ein besonderer Standort“, sagte Architekt Wolfgang Schneider. Er hoffe, dass sei Entwurf „zur Bereicherung der Stadt beiträgt“. Zu beiden Straßen hin gibt es eine Randbebauung in der für die Südstadt typischen, fünfgeschossigen Höhe, im Innenhof stehen zwei Stadtvillen mit drei Vollgeschossen und einem etwas kleineren Sattelgeschoss. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 sollen Wohnungen bezugsfertig sein.

Am Sonnabend, 1.September, gibt es einen Tag der offenen Tür von 10 bis 14 Uhr. Zugang an dem Tag nur über die Große Düwelstraße 50A.

Von Conrad von Meding

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