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Stadt Hannover Zehntausende besuchen das Lister-Meilen-Fest in Hannover
Aus der Region Stadt Hannover Zehntausende besuchen das Lister-Meilen-Fest in Hannover
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00:35 06.06.2018
Zehntausende amüsieren sich bei gutem Wetter auf dem Lister-Meilen-Fest 2018. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Amir schweigt – und genießt. Immerhin hat der Zweieinhalbjährige auf seinem Lieblingskarussell auf dem Lister-Meilen-Fest am Sonntagmittag das begehrte Polizeiauto ergattert. Mutter Antje Meybrie freut sich auch. Für sie und ihren zweieinhalbjährigen Sohn ist das Lister-Meilen-Fest zu einer beliebten Abwechslung geworden. „Man kann mit seinem Kind etwas zusammen machen, man trifft Leute, die man kennt, auch wenn es manchmal ganz schön laut und sehr voll ist“, sagt sie.

Wie laut und voll es werden kann, das kann man am Abend zuvor erleben: Livemusik auf drei Bühnen, Kleinkunst und Kulinarisches, bietet die Flaniermeile zwischen Weißekreuz- und Lister Platz an diesem Wochenende. Live- und Coverbands bespielen die Bühnen am Lister Platz, am Körtingbrunnen und an der Seumestraße, während an der Sedanstraße vor dem Café Lohengrin Kleinkunst geboten wird. Wer am Sonnabend gegen 21 Uhr über die Lister Meile flanieren will, kommt kaum vorwärts, so dicht an dicht gedrängt laufen die Festbesucher zwischen den Ständen nebeneinander her, essen, trinken, feiern. Die Menschenmenge wogt förmlich über die Meile. Musik tönt laut über die Fußgängerpassage hinweg.

250.000 Besucher werden erwartet

Organisator Enzo Fumiento freut der Trubel. Auf 250.000 Besucher hofft er in diesem Jahr. Sie bekommen einiges geboten: 170 Händler haben in diesem Jahr nach seinen Angaben ihre Stände und Buden aufgebaut. Vor zehn Jahren, schätzt er, seien es noch nur 100 gewesen: „Das Lister-Meilen-Fest ist zum Kulttreff geworden“, sagt Fumiento – und: „Das Wetter ist uns auch in diesem Jahr treu geblieben. Das hilft.“

Es hilft auch Händlern wie T-Shirt-Verkäufer Robert Wiegmann. Der 42-jährige hatte nach Wetterprognosen vor allem für den Freitag Regen gefürchtet. Jetzt ist es trocken, gut besucht und er kommt mit Menschen ins Gespräch. „Nimm ein Kompliment und verschenk es“, hat er auf kleine Zettel geschrieben, die man an seinem Stand neben zu 100 Prozent Fair trade gehandelten T-Shirts bekommen kann. Standardsprüche wie „Ich liebe Dich“, kann man dort genauso wie das eher merkwürdige „Du bist sexy auch ohne Bart“ abreißen und weitergeben. Zu einem Fest gehört auch Atmosphäre, es reicht, nicht nur platt etwas verkaufen, sagt Wiegmann.

Zum Lister-Meilen-Fest gehört es auch, dass Kontraste nebeneinander bestehen. Um 11 Uhr findet am Körtingplatz der alljährliche Gottesdienst statt. Apostelkirche und Markuskirche veranstalten ihn, Kirchenlieder wie „Morgenlicht leuchtet“ schallen jetzt statt Cover-Versionen von Marius Müller-Westernhagen über den Platz. Die 82-jährige Rentnerin Marianne Rensinghoff genießt den Gottesdienst auf der Straße genau wie Anwohnerin Kathrin Wanzek. „Ich gehe sonst nur zu Weihnachten in die Kirche. Aber hier kommt die Kirche ja zu mir“, sagt die 49-Jährige.

Der Kindergartenchor der Markuskirche singt: „Singen ist ’ne coole Sache“. Ein Frühschoppen mit Bier und kleinen Häppchen ist es aber auch. Anwohner Manuel Ludwig trifft sich seit vielen Jahren mit „Sandkastenfreunden“ auf dem Lister-Meilen-Fest. Ein richtiges Kiezfest sei das, sagt er. Da mache es auch nichts, wenn er drei Tage wegen der lauten Musik nicht so recht zum Schlafen komme oder ihm jemand mal etwas in den Hinterhof schmeißt. „Das Fest hier ist perfekt organisiert und richtig gut.“

Von Jutta Rinas

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