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Stadt Hannover Zeitverzug bei Umbau des Landtags
Aus der Region Stadt Hannover Zeitverzug bei Umbau des Landtags
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00:23 20.12.2014
Niedersachsens Landtagspräsident Bernd Busemann vor dem Niedersachsenross im ehemaligen Plenarsaal des niedersächsischen Landtags. Quelle: Holger Hollemann
Hannover

Acht Wochen hinke man bereits im Zeitplan hinterher, hat das Staatliche Baumanagement berechnet. Der Umbau des Plenarsaals, bei dem die von Dieter Oesterlen geschaffene Außenhülle erhalten bleiben soll, der gesamte Innenraum aber komplett neu gestaltet wird, wurde im vergangenen Sommer begonnen und soll 2017 abgeschlossen sein. Der Grund für die Verzögerung sei „unzureichende Koordination und Anleitung der Gewerke durch die Bauleitung“, teilte Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) gestern mit.

Eine Entwicklung, die sich bereits seit einigen Wochen angedeutet habe, sagte Busemann der HAZ. „Bereits im November hatte ich den Eindruck, dass es auf der Baustelle schleppend läuft.“ Der Präsident gibt ein Beispiel: Damit die dünnen Außenwände bei den Bauarbeiten nicht durchbrechen, müssen sie mit Metallgerüsten abgestützt werden, die mit Beton im Boden verankert werden. „An der Vorderseite waren die Stützelemente aufgebaut worden, an der Rückseite nicht“, entdeckte Busemann auf einer seiner vielen Baustellenbesuche. Die Arbeit wurde nachgeholt – doch das bedeutete Zeitverlust, denn der Beton muss vier Wochen lang aushärten.

Wegen der Zeitverzögerung sei das verantwortliche Architekturbüro Blocher Blocher Partners in mehreren Gesprächen aufgefordert worden, die Mängel abzustellen. Anfang dieser Woche wurde nun in einem gemeinsamen Gespräch mit Land und Architekten beschlossen, einen neuen örtlichen Bauleiter zu beauftragen. Die Bauleitung hat einen Vertrag mit dem Architekturbüro, nicht aber mit dem Land, für das Land entstehen durch den Wechsel keine zusätzlichen Kosten.

„Es ist nicht viel passiert“, sagt Busemann. Er sei sicher, dass der entstandene Zeitverzug vom Architekturbüro rasch wieder aufgeholt werden könne und auch der Gesamtkostenplan von 52,8 Millionen Euro nicht gefährdet sei. Er habe in dieser Frage früh interveniert  und halte das auch für richtig, sagte der Landtagspräsident: „Ich bin oft auf der Baustelle und verstehe da keinen Spaß.“

Erneuter Stromausfall: Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen legte gestern ein Stromausfall das Ausweichgebäude des Landtags lahm. Betroffen war wieder der provisorische Plenarsaal, der allerdings während des Black-Outs von einem Notstromaggregat versorgt wurde. Ursache für den Stromausfall war wie am Vortag ein etwa 35 Jahre alter Hauptschalter im Keller des Gebäudes. „Man muss sich das so vorstellen, dass dieser Schalter wie eine Sicherung funktioniert“, sagt Landtagssprecher Kai Sommer. Bislang haben die Techniker des Landtags den Schalter einfach wieder eingesetzt. Doch heute wollen sie sich mit dem Staatlichen Baumanagement auf die Suche nach der möglichen Ursache der Ausfälle machen. Was Sommer besonders irritiert: Die Stromausfälle finden immer zur gleichen Zeit statt, gegen 14 Uhr. Außerdem gab es bereits im September einen weiteren Stromausfall: Während einer Ältestenratssitzung ging das Licht aus.

Von Heiko Randermann

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