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Stadt Hannover Zentrale Kita-Anmeldung kommt erst 2018
Aus der Region Stadt Hannover Zentrale Kita-Anmeldung kommt erst 2018
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20:35 23.01.2017
Von Jutta Rinas
Kita-Anmeldung bald per Handy?  Quelle: dpa
Hannover

Eltern, die einen Kita-Platz für ihr Kind suchen, müssen sich ein weiteres Jahr auf das mühevolle Abklappern von Einrichtungen und Mehrfachanmeldungen einstellen. Die Stadt hat - wie gestern im Jugendhilfeausschuss bekannt gegeben - zwar jetzt mit der Koblenzer IT-Firma BOS einen Anbieter für ein zentrales Online-Anmeldeverfahren für Kita-Plätze gefunden. Nach Angaben der Stadt ist es aber nicht möglich, das System so schnell einzurichten, dass es Eltern noch für den Beginn des Kindergartenjahres 2017/18 etwas nutzt.

Kritik kam am Montag vom jugendpolitischen Sprecher der CDU, Lars Pohl. Es sei mutlos, schon im Januar zu verkünden, dass man das Anmeldeverfahren erst im Herbst 2017 in Betrieb nehmen könne, sodass es erst für die Anmeldungen zum Kita-Jahr 2018/2019 einsatzbereit sei. Pohl monierte, dass die Stadtverwaltung fünf Jahre gebraucht habe, um das Anmeldeverfahren überhaupt auf den Weg zu bringen. „Wir wollen eine familienfreundliche Stadt sein“, sagte Pohl. „Dafür sind wir ganz schön im Zeitverzug bei einem Thema, das Eltern unter den Nägeln brennt.“

Eltern melden mehrfach an

Bisher melden Eltern ihr Kind häufig zeitgleich bei einer Vielzahl von Einrichtungen mit ganz unterschiedlichen Anmeldeverfahren an - damit sie bei einer Absage noch weitere Optionen haben. Erhalten sie jedoch bei einer Einrichtung einen Platz, sagen sie bei den weiteren Kitas nicht ab. Diese planen daher zuweilen mit Kindern, die gar nicht kommen, und sagen Eltern, die dringend einen Platz suchen, unnötigerweise ab - ein vermeidbares Durcheinander.

Mithilfe eines Ratsbeschlusses zu dem Online-Verfahren wollte die Politik bereits 2012 Abhilfe schaffen. Schon damals sollte der Auftrag europaweit ausgeschrieben werden, Ende 2014 sollte das System nutzbar sein. Nach Angaben der Verwaltung verzögerte sich aber bereits die Ausschreibung bis Mitte 2014. Danach dauerte es noch einmal 18 Monate bis zur Vergabe. Die Stadt profitiere davon, dass die zunehmende Konkurrenz auf dem Markt dazu geführt habe, dass die Programme jetzt leistungsfähiger und bedie­nerfreundlicher seien, heißt es in dem Verwaltungsbericht.

Dagegen spricht: In Frankfurt beispielsweise, wo das nun in Hannover ausgewählte System bereits eingesetzt wird, können Eltern ihre Kinder bereits seit Ende 2015 online anmelden. Insgesamt werden die Web-Kita-Produkte von BOS nach Unternehmensangaben bereits in mehr als 200 Kommunen eingesetzt. Größere Städte sind unter anderem Kassel, Bamberg und Aschaffenburg. Vom Vertragsabschluss bis zur Freigabe eines Systems dauert es nach Angaben von BOS allerdings tatsächlich lang - im Fall von Frankfurt waren es eineinhalb Jahre.

Kleine Träger haben Vorbehalte

So aufwendige EDV-Anwendungen an den Start zu bringen brauche Zeit, hieß es vonseiten der Verwaltung. Das habe mit der Vielfalt der Träger und mit dem Datenschutz zu tun. So habe es etwa einige Zeit gekostet, alle Träger zum Mitmachen zu bewegen, sagte Jugenddezernentin Rita Maria Rzyski. Gerade die kleinen Träger hätten Vorbehalte gegenüber dem Anmeldeverfahren. Diese sind offenbar nicht restlos beseitigt. Der Stress von Eltern bei der Platzvergabe liege nicht am Anmeldeverfahren, sagte Heike Petzold von der Kinderladen-Initiative. Das Problem sei vielmehr, dass es nicht für alle Kinder im gesamten Stadtgebiet ausreichend Betreuungsplätze gebe. „Daran ändert auch ein zentrales Anmeldeverfahren nichts.“

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