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Stadt Hannover Unwetter und Peta: Zoo macht 2,5 Millionen Euro Minus
Aus der Region Stadt Hannover Unwetter und Peta: Zoo macht 2,5 Millionen Euro Minus
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00:29 15.06.2018
Im Januar gab es Torte: Elefanten-Leitkuh Indra wurde 45 Jahre alt. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Der Zoo hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 2,5 Millionen Euro gemacht, sieht sich aber auf einem guten Weg. Grund für das hohe Minus ist das schlechte Wetter im vergangenen Sommer sowie die Kampagne der Tierrechtsorganisation Peta, sagte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff am Dienstag in dem für den Zoo zuständigen Planungsausschuss der Regionsversammlung.

„Es war ein sehr, sehr schwieriges Jahr“, bilanzierte Casdorff. Beispielsweise habe er es noch nie erlebt, dass in den drei Ferien zu Ostern, im Sommer und im Herbst der Zoo wegen eines Unwetters jeweils einen Tag komplett evakuiert werden musste. Zudem habe die Kampagne von Peta gegen die Elefantenhaltung im Zoo „sehr viel Kraft gekostet“. Auch das habe sich vermutlich auf den Besuch im Zoo ausgewirkt.

Trotz des Einbruchs beim Verkauf der Tageskarten bleibt die Zahl der Dauerkarteninhaber mit knapp 100.000 seit Jahren konstant, berichtete Casdorff. Sehr positiv seien die ersten Monate dieses Jahres gelaufen, erläuterte er. Grund sei das gute Wetter in diesem Frühjahr. Bei den Besuchern konnte der Zoo bisher ein Plus von 5,9 Prozent verzeichnen, der Verkauf von Tageskarten stieg sogar um 31,8 Prozent. Dabei waren auch schon Tage mit mehr als 10.000 Besuchern. Darüber freue sich der Zoo, aber die Besucher nur sehr bedingt, weil es dann sehr voll sei.

Zum Zoo-Panaroma, in dem derzeit ein riesiges Bild des Regenwalds zu sehen ist, äußerte sich Casdorff nur zögerlich. „Hannover ist da etwas zurückhaltend“, sagte er. Diejenigen, die dort gewesen seien, seien allerdings begeistert, meinte der Zoo-Chef. Daher sei er auch zuversichtlich, dass sich das Panorama auf Dauer etablieren könne.

Casdorff berichtete im Ausschuss auch von der geplanten Neugestaltung der Elefantenanlage. Kerngedanke ist, dass die Tierpfleger nur noch durch Absperrungen Kontakt zu den Elefanten haben. Zudem soll es ein Gebäude geben, in dem die Elefanten auch in den kälteren Jahreszeiten zu sehen sein werden. Zudem werden sowohl der Außenbereich der Elefantenkühe als auch des Elefantenbullen erweitert.

Bereits nach den Sommerferien beginnt der Zoo mit dem Umbau des Bullenstalls, für die Zoobesucher werde das jedoch kaum sichtbar sein, meint Casdorff. Zudem schiebt der Zoo einen Architekturwettbewerb für den sogenannten Laufstall an, in dem die Elefanten auch im Winter zu sehen sein sollen. In dem Wettbewerb solle es darum gehen, wie die Besucher möglichst dicht an die Tiere herankommen. Und die Architekten sollen Vorschläge für möglichst kostengünstigte Bauten machen, meinte der Zoodirektor.

Wenn die Anlage für die Elefantenbullen fertig ist, soll dort auch ein „neuer, potenter Bulle“ einziehen, wie Casdorff sagte. Der bisherige hannoversche Elefantenbulle Nikolai wird in der kommenden Woche in den Zoo Amsterdam gebracht. Nikolai hatte in den vergangenen Jahren 14 Nachkommen gezeugt.

Von Mathias Klein

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