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Stadt Hannover Krippen werden herausgeputzt
Aus der Region Stadt Hannover Krippen werden herausgeputzt
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21:02 19.12.2014
Von Simon Benne
Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Im Stall von Bethlehem sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Maria sitzt auf einem Berg von Schutt, Josef ringt verzweifelt die Hände gen Himmel. Zwischen Plastikfetzen, geborstenem Holz und Steinbrocken liegt ein Teddy in den Trümmern. „Der Stall von Bethlehem war keine Idylle“, sagt Heinrich Plochg, Pfarrer der St.-Joseph-Kirche in der List. Neben einer ganz traditionellen Krippe hat die katholische Gemeinde in diesem Jahr eine zweite Krippe aufgebaut, die an das Schicksal von Kriegsopfern und Flüchtlingen erinnern soll. Sie ist eher ein politisches Kunstwerk als ein Stück heile Welt.

Überall in der Stadt holen Helfer in diesen Tagen Krippen von den Dachböden der Kirchen; die Gemeinden putzen Ställe und Figuren heraus. Die Tradition der Krippen ist sehr alt: Schon der heilige Franziskus soll vor 800 Jahren das erste Krippenspiel inszeniert haben, mit lebendigen Darstellern. Später bauten Gläubige das Geschehen dann mit Figuren nach, um sich ein Stück der Weihnachtsgeschichte ins Haus zu holen: „Dahinter steckt das Bedürfnis, sich die Geburt Christi buchstäblich vor Augen zu führen“, sagt Kirchenpädagogin Marion Wrede.

In der Marktkirche, wo sie arbeitet, sind bereits zwei Krippen zu sehen: In der Taufkapelle steht die klassische Krippe mit den hölzernen Figuren des 1968 verstorbenen Bildhauers Werner Ehlert. Und auf einem kleinen Tisch am Eingang der Kirche steht eine Playmobil-Krippe - zum Spielen, für die jüngsten Besucher. „In vielen Gemeinden kommt Jesus erst am Heiligabend dazu, und die Heiligen Drei Könige werden erst am 6. Januar an die Krippe gestellt“, sagt Marion Wrede.

In der Kapelle des Annastiftes blickt Maria daher noch ins Leere - das Kind ist noch nicht angekommen. Dafür haben die Heiligen Drei Könige einen gewaltigen Reitelefanten vorm Stall geparkt. Biblisch bezeugt ist das Tier nicht. „Aber jeder Künstler hat eben seinen eigenen Blick auf Weihnachten - und der Elefant erfreut sich bei uns großer Beliebtheit“, sagt Pastor Friedrich Ley, einer der Geschäftsführer des Krankenhauses. Außerdem hat der Elefant gewissermaßen eine theologische Mission: „Er zeigt, dass vor dem Jesuskind auch die höchsten Herren absteigen müssen“, sagt Ley. Neben Jungen und Mädchen aus der Betriebskita kämen oft auch Patienten zu dieser Krippe, um hier Kraft zu tanken. Ebenso wie Angehörige von Menschen, die gerade operiert würden: „Diese Krippe hilft, die Weihnachtsgeschichte auf sinnliche Weise zu erleben“, sagt Ley.

Krippen können aus Holz und aus Ton sein, aus Brotkrumen oder aus Schrott. Ihre ganze Vielfalt lässt sich im Garbsener Krippenmuseum besichtigen, das 583 Krippen aus aller Welt präsentiert: „Sie sind das ganze Jahr über zu sehen - aber im Moment ist natürlich Saison“, sagt Bärbel Smarsli, die Initiatorin des ökumenischen Projektes. Fast täglich stehen hier derzeit Gruppenführungen auf dem Programm. „Eine Krippe aus Simbabwe ist aus alten Cola-Dosen gebaut, eine Krippe aus Nepal zieren hinduistische Tempellöwen“, sagt die Gemeindereferentin. So vielfältig wie die Kulturen der Menschen seien eben auch die Vorstellungen von der Geburt Jesu: „Jede Krippe“, sagt Bärbel Smarsli, „erzählt von den Lebensverhältnissen der Menschen - und von ihren Hoffnungen.“

Mehr Infos zum Krippenhaus gibt es unter www.krippenhaus-garbsen.de. Führungen für Gruppen können unter (01 75) 2 55 75 45 vereinbart werden.

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