Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Festnahmen nach Totschlag in Hotel in Herrenhausen
Aus der Region Stadt Hannover Festnahmen nach Totschlag in Hotel in Herrenhausen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 25.02.2017
Von Tobias Morchner
Die Leiche wurde in dem Hotel in Herrenhausen gefunden. Quelle: Dillenberg
Hannover

Der Kripo und der Staatsanwaltschaft Hannover ist es jetzt gelungen, die Umstände des gewaltsamen Todes eines Letten im Mai 2016 in einem Herrenhäuser Hotelzimmer aufzuklären. Ein Streit unter Konto- und Kreditkartenbetrüger soll die Ursache für die Bluttat an dem 45-Jährigen sein. Zwei Landsleute des Opfers, ein 27-Jähriger und ein 24-Jähriger, sitzen derzeit in Lettland in Haft.

Die Ermittlungen ergaben, dass die drei Männer vor dem vergangenen Pfingstwochenende nach Hannover gereist waren, um hier Straftaten zu begehen. Gemeinsam mieteten sie ein Zimmer in der Unterkunft in der Markgrafstraße. „Dabei verwendeten sie bereits gefälschte Kreditkarten“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Ob die drei Männer in Hannover Betrügereien mit Kreditkarten begehen konnten, ist unklar.

Den Ermittlungen zufolge tranken die drei Letten in ihrem Zimmer reichlich Alkohol und nahmen zudem auch Drogen zu sich. Aus bislang ungeklärter Ursache gerieten sie dann in einen Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung sollen die beiden Jüngeren auf den 45-Jährigen losgegangen sein. Sie malträtierten ihn mit Schlägen und Tritten. „Das Opfer hat unter anderem einen Bruch des Brustkorbs und einen Riss der Niere davongetragen“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge. Die schweren Verletzungen führten nach den Erkenntnissen der Ermittler schließlich zum Tod des 45-Jährigen geführt. Die mutmaßlichen Täter konnten sich in ihre Heimat absetzen. Die Leiche des 45-Jährigen wurde am Dienstag nach den Pfingstfeiertagen beim Aufräumen in dem Hotelzimmer entdeckt.

Umfangreiche Ermittlungen, die die deutschen Behörden in enger Zusammenarbeit mit den lettischen Kollegen vornahmen, führten schließlich zum Erfolg. Der 24-jährige mutmaßliche Täter sitzt bereits in seiner Heimat in Auslieferungshaft und soll für den Prozess nach Hannover überstellt werden. Sein mutmaßlicher Komplize sitzt ebenfalls im Gefängnis. Er war in Lettland wegen Raubes zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Unklar ist noch, ob er diese Strafe erst vollständig verbüßen muss und anschließend er den deutschen Behörden übergeben werden kann, oder ob er die lettische Strafe für das anstehende Verfahren in Hannover zunächst unterbrechen kann. Diese Fragen sollen in Kürze geklärt werden. „Besser wäre es natürlich, wir hätten beide gleichzeitig auf der Anklagebank sitzen“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge.

Autofahrer müssen sich am Mittwochmorgen wieder auf lange Staus im Berufsverkehr in und um Hannover gefasst machen. Zwischen dem Ricklinger Kreisel und dem Kreuz Seelhorst gab es einen Unfall, auf der A2 bremst eine Baustelle den Verkehr aus. 

22.02.2017

Eine Institution, die auch im 22. Jahr nicht alt wird - und müde schon gar nicht: Satte elf Tage wird das Masala-Weltbeatfestival in diesem Jahr einen ebenso bunten wie hochklassigen Multikulti-Musikmix nach Hannover bringen.

Uwe Janssen 22.02.2017
Stadt Hannover Kommentar zur Erinnerungsort-Debatte - Warum Hannover keine neue Gedenkstätte braucht

Die Stadt Hannover will in der früheren Volkshochschule einen Lernort zur NS-Zeit einrichten – aber ist das eigentlich nötig? Nein, meint HAZ-Redakteur Simon Benne. Denn es gibt längst einen solchen Ort.

Simon Benne 25.02.2017