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Umland Waffen aus Mindener Panzer gestohlen
Aus der Region Umland Waffen aus Mindener Panzer gestohlen
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22:30 12.05.2017
MINDEN/BERLIN

Den Vorfall bestätigte das Verteidigungsministerium am Donnerstag auf Anfrage. Zuvor hatte die „Welt“ darüber berichtet. Demnach wurden Mitte Februar auf dem Truppenübungsplatz Munster in Niedersachsen ein „Fuchs“-Panzer aufgebrochen und zwei G36-Sturmgewehre, eine P8-Pistole, eine Signalpistole, zwei Funkgeräte, zwei Magazine ohne Munition und ein Doppelfernrohr gestohlen.

Verbindung zu Terrorverdächtigen?

 Die Gewehre seien nicht geladen gewesen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt. Das Bundesverteidigungsministerium prüft nach Informationen von NDR2 derzeit Verbindungen zum Fall des Terrorverdächtigen aus dem elsässischen Illkirch, der Munition aus Bundeswehrbeständen gestohlen haben soll. Bislang seien aber noch keinerlei Verbindungen festgestellt worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag. Gleichzeitig laufen interne Ermittlungen innerhalb der Bundeswehr, denn es sei nicht zulässig, Waffen in einem abgestellten Panzer zu lagern.

Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg bestätigte NDR.de, dass ein Ermittlungsverfahren in dem Fall wegen Diebstahls in einem besonders schwerem Fall in Tateinheit mit dem Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz eingeleitet worden sei. Das Verfahren richtet sich gegen unbekannt. Die Akten des Falles lägen zurzeit aber noch bei der Polizei Celle, deshalb würden vorerst keine weiteren Auskünfte erteilt. Bei der Polizei Celle hingegen verweist man zurück auf die Staatsanwaltschaft – die habe schließlich die Pressehoheit. mt/NDR