Obernkirchen (sk). Die Aktion hatte die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ins Leben gerufen. Jeder Bürger solle am Tag 3000 Schritte extra gehen und damit etwas für seine Gesundheit tun.
Die Obernkirchner wollten dies nun gemeinsam tun und mit möglichst hoher Teilnehmerzahl in Bezug auf die 3000-Schritte-Aktion ins Guinness-Buch kommen. Die Idee hierzu hatten Friedrich Schütte und Ehefrau Sabine, Marketingleiterin der Krankenkasse. Die Initiative von Ulla Schmidt passte prima in das BKK 24-Präventionskonzept „Länger besser leben“. Und so kam die Einladung zum Massen-Spaziergang zustande. Die Sparkasse Schaumburg und die Obernkirchner Stadtverwaltung ließen sich für einen „Länger besser leben“-Tag willig ins Boot ziehen.
Bei herrlichem Wetter begrüßte Sabine Bulthaup, bekannt aus Radio FFN, um 14 Uhr ein großes Publikum auf dem Obernkirchner Marktplatz und erklärte das Prozedere. An verschiedenen Ecken des Marktplatzes sollten die Spaziergänger starten, damit sich nicht ein einziger Riesenpulk durch die Stadt zog. Auf vier farblich gekennzeichneten Routen ging es schließlich durch Obernkirchen inklusive Waldgebiet. Rund 2400 Meter oder 3000 Schritte maß jede Strecke. Auf der „gelben“ Route schritten Schütte, Bürgermeister Oliver Schäfer (SPD) und Ulla Schmidt voran, die sich aus Aachen auf den Weg ins Schaumburger Land gemacht hatte. Der Trupp war zeitweise allerdings geteilt.
Die Prominenten „zogen“ einen Teil der Spaziergänger mit sich, ein anderer folgte zwei Trommlern, die eigentlich vorangehen sollten, aber zunächst in die falsche Richtung marschiert waren. Schütte brachte schließlich alle auf den richtigen Weg, und mit durchgehender Percussion von „Snare“ und „Bass drum“ ging es am Sonnenhof vorbei über die Rathenaustraße zu wunderschönen Spazierwegen im Wald.
Gegen 15.30 Uhr waren alle Spaziergänger-Trupps wieder auf dem Marktplatz eingetroffen. Hier wurden gesunde Getränke und Leckereien genossen, und die Band „The Beat-Club“ spielte Rock-Oldies. Schließlich gab Friedrich Schütte die Teilnehmerzahl bekannt, ermittelt aus Karten, die jeder Spaziergänger erhalten und später abgegeben hatte. Mit der Zahl 835 hatten die Organisatoren nicht gerechnet. „Leise weinend“ habe man auf 300 Leute gehofft, berichtete Sabine Schütte. Diese Erwartung wurde um ein Vielfaches übertroffen.
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