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Heizperiode: Erst mal abstauben!

länger besser leben Heizperiode: Erst mal abstauben!

Gut die Hälfte des Jahres spendiert Petrus für unsere Breitengrade eine Großwetterlage, bei der nur die Flucht an Sonnenstrände oder der Griff zum Heizungsventil helfen. Und als ob die trüben Regentage nicht schon genug Stress für die kaltfrontempfindliche Psyche wären, müssen unsere körpereigenen Schleimhäute noch eins draufsetzen: Bei der ersten Witterung trockener Heizungsluft reagieren sie gereizt und bestrafen den Rest des Körpers durch hemmungslose Flirts mit jedem dahergelaufenen Erkältungsvirus.

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Damit Sie es möglichst fit und gesund bis zum nächsten Sonnenstrahl schaffen, hat Ihnen die BKK24 die wichtigsten Tipps zum Leben ohne Leiden in wohltemperierten Räumen zusammengestellt:

Sie wollen wissen, wo sich unsere lieben Mitbewohner den ganzen Sommer über aufgehalten haben? Dann schauen Sie doch mal in die Ritzen und Ecken der Heizkörper. Dort ist das bevorzugte Revier der Hausstaubmilben, die monatelang ungestört ihrer Verdauung nachgehen und so den Schimmelpilzen einen gut gesättigten Nährboden bieten konnten. Wenn Sie dann die Heizung aufdrehen, nehmen die lustigen Gesellen die erste Flugstunde des Jahres und landen direkt zum Kitzeln in den Atemwegen. Haben Sie dazu noch synthetische Gardinen oder Bodenbeläge, bleiben die unerkannten Flugkörper ständig in der elektrostatisch geladenen Luft, bis sie von dort durch den nächsten heftigen Atemzug Richtung Schleimhäute abgesogen werden. Also: Erst putzen (am besten mit einem feuchten Lappen) und dann die Heizung aufdrehen.

Na gut: Ein kuschelig warmes Schlafzimmer, etwas Kerzenschein und verträumte Musik sind manchmal das beste Rezept gegen Schlechtwetterdepressionen. Doch wenn Sie den romantischen Teil der Nacht erledigt haben, sollten Sie die Heizung wieder auf 14 bis 16 Grad zurückschalten, damit Sie auch am nächsten Morgen noch kraftvoll durchatmen können.

Wer den Haushalt samt Heizungsventilen nicht allein verwaltet, gehört vielleicht auch zur schweigenden Mehrheit, die von dem unterschiedlichen Wärmeempfinden bei Männern und Frauen ein Lied singen kann. Trotzdem sollte es auch im Badezimmer nicht wärmer als 21 Grad werden, damit der durchaus gewollte Unterschied zur Sauna noch erhalten bleibt.

In allen weiteren Wohnräumen fühlen sich unsere sensiblen Schleimhäute bei 20 Grad besonders wohl - und nebenbei schont es auch die Haushaltskasse, weil jedes Grad weniger die Heizkosten um sechs Prozent reduziert!

Wenn Sie sich nach dem Baden, Duschen oder Kochen nicht mehr im Spiegel erkennen, kündet dies von einer ähnlichen Luftfeuchtigkeit, wie sie während der Hurrican Season in Floridas Sumpfgebieten gemessen wird. Für Ihre Schleimhäute ist das zunächst wesentlich angenehmer als die trockene Heizungsluft - doch natürlich kommt das dicke Ende nach: Die wegen geschlossener Fenster zu feuchten Räume führen zu praktisch nicht sichtbarer Schimmelbildung in allen versteckten Ecken - und das ist definitiv Gift für Ihre Atemwege. Machen Sie also das Fenster auf und lassen die trockene Winterluft herein!

Wenn Oma im Winter zum Kaffeekränzchen einlädt, ist die beste Gelegenheit, die aktuelle Luftbefeuchter-Mode kennen zu lernen. Geben Sie ihr den Rat, die Teile aus Keramik oder Kunststoff auf den Müll zu werfen und damit gleich den Teil der Tier- und Pflanzenwelt zu entsorgen, der sich am liebsten in warmem und abgestandenem Wasser vermehrt. Nebeln Sie Ihre trockenen Atemwege stattdessen mit einem Zimmerbrunnen oder einem Verdampfer ein, die es zum Designersofa genauso passend gibt wie zur Schrankwand in Eiche rustikal. Fenster auf dagegen ist besonders an kalten Tagen kein heißer Tipp, denn: Die Luft von draußen ist dann genauso trocken wie die von drinnen!

Draußen ist´s kalt, drinnen warm. Gut! Draußen ist Sauerstoff, drinnen Stickstoff, Kerzenqualm und Zigarettenrauch. Nicht gut! Je nach Raumgröße sollten Sie deshalb alle zwei Stunden zwischen fünf und fünfzehn Minuten dafür sorgen, dass alles von drinnen nach draußen zieht und umgekehrt, damit Ihre Atemwege und Bronchien bis zur nächsten Schönwetterperiode durchhalten. Und vor allem: Vergessen Sie nicht, dass für Büroräume die gleichen Regeln gelten und starker Bodennebel am Raucher-Arbeitsplatz nur durch noch stärkere Luftzufuhr zu bekämpfen ist. Also: Öfter mal Dampf ablassen!

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