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Leserbriefe Anmaßend und brandgefährlich
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16:25 11.03.2018
Symbolbild Quelle: Archiv
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Anmaßend waren sie, weil er offensichtlich meint, demokratische Entscheidungen wären von der Zustimmung auch der kleinsten Minderheit abhängig. Mir gefällt der ausgewählte Tag auch nicht, aber die Reformation und die spätere Aufklärung haben einen derartigen Schub in die Menschheit und Gesellschaft im christlichen Abendland gebracht, dass man sich wünschen würde, auch andere würden ihre Werte einmal neu definieren.

Nicht über Antisemitismus wundern

Außerdem ist die Wortwahl von Fürst brandgefährlich: „Wir werden dafür sorgen, dass das kein schöner Feiertag wird.“ Und wenn dann ein fanatischer Idiot gewalttätig wird, wäscht der Brandstifter Fürst bestimmt seine Hände in Unschuld. Infolge dieser Wortwahl soll sich Fürst auch nicht über neue antisemitische Äußerungen in der Gesellschaft wundern. Dabei hätte er allen Anlass, sich über die Ungerechtigkeiten und sogar Verbrechen des jüdischen Staates Israel zu empören. Ich habe jedenfalls von ihm bisher kein einziges Wort der Distanzierung gehört.

Ereignis und Urheber verfälscht

Neben dem Putin-Russland gibt es aktuell keinen Staat auf der Welt, der durch Krieg und durch Siedlungsbau fremdes Land annektiert und immer weiter fortfährt, den Palästinensern ihr Land wegzunehmen. Wenn zur Rechtfertigung solchen Handelns mit der Landkarte von vor 2000 Jahren argumentiert wird, dann wäre mit solchem Wahnsinn überall auf der Welt Krieg zu rechtfertigen. Schließlich muss sich Fürst den Vorwurf gefallen lassen, dass er das Ereignis und den Urheber verfälscht. Georg Reimann, Lauenau

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