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Augenmaß und Dienstpflicht

Zum Artikel „Augenmaß statt Lineal“ vom 24. Juli. Augenmaß und Dienstpflicht

Wenn man die Art und Weise zugrunde legt, mit der verwaltungsseitig Eingaben mündiger Gemeindebürger an Bau- und Verwaltungsausschuss abgetan werden, dann ist abzusehen, dass zukünftig weitere Streitereien um vermeintliche oder tatsächliche Fremdnutzung von Gemeindeeigentum vorprogrammiert sind.

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Daher ist zu hoffen, dass die im Artikel vorgebrachte, jeglicher Ernsthaftigkeit entbehrende Einstellung des Apelerner Gemeindedirektors Sven Janisch („Mag sein, dass es hier Überschneidungen gibt“) nicht zu einer dauerhaften Grundhaltung bezüglich Verwaltung und Betreuung öffentlichen Eigentums wird.

Natürlich verlangt niemand von der Verwaltung, mit dem Lineal Wegebreiten nachzumessen. Aber wenn eine Wegeparzelle von katasteramtlich festgestellten acht Metern auf drei Meter geschrumpft ist, ist die Verwaltung verpflichtend gefordert, den korrekten Zustand wiederherzustellen. Es ist per gesetzlichem Arbeitsauftrag erforderlich, die Einhaltung der Grundstücksgrenzen zu überwachen.

Es darf nicht umweltengagierten Bürgern überlassen bleiben, auf missachtete Eigentumsverhältnisse hinzuweisen. Hier ist die das öffentliche Eigentum verwaltende Einrichtung gefordert – die Gemeindeverwaltung im Rodenberger Rathaus.

Beispielgebend in dieser Hinsicht ist die Verwaltung der Samtgemeinde Nenndorf. Diese hat jüngst einen Außendienstbeauftragten eingestellt, der Schäden an öffentlichem Eigentum sowie Fremdnutzung öffentlicher Flächen ermittelt. Vielleicht kann das Nenndorfer Vorgehen ein Beispiel für die Rodenberger Administration werden.

Von Gerhard Hurek aus Soldorf

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